weather-image
15°

Kreisfeuerwehr klärt auf: Brandgefahren in der Weihnachtszeit

Kerzen sind meist die Übeltäter

LANDKREIS. Die häufigste Ursache für Wohnungsbrände in der Vorweihnachtszeit sind Kerzen, die Tannenbäume oder Gestecke entzünden. Darum rät Sven Geist, Sprecher der Kreisfeuerwehr Schaumburg, Kerzen nie unbeaufsichtigt zu lassen.

veröffentlicht am 12.12.2018 um 17:25 Uhr

Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Autor:

Isabell remmers

LANDKREIS. Für viele ist es der schönste Teil des Jahres: Zur Weinachtszeit ist alles feierlich geschmückt, die Atmosphäre stimmt, die Kerzen brennen. Doch genau da schlummert die Gefahr.

Die häufigste Ursache für Wohnungsbrände in der Vorweihnachtszeit sind Kerzen, die Tannenbäume oder Gestecke entzünden. Darum rät Sven Geist, Sprecher der Kreisfeuerwehr Schaumburg, Kerzen nie unbeaufsichtigt zu lassen. Deutschlandweit steige der Durchschnitt der Wohnungsbrände in der Weihnachtszeit an, was vor allem an Unachtsamkeit läge.

Oft standen dann Kerzen zu dicht an leicht entzündbaren Gegenständen – zum Beispiel auf dem Weihnachtsbaum, wenn sie zu nah an den Zweigen positioniert ist. „Je trockener das Tannengrün, desto schneller lässt es sich entflammen“, erklärt Geist. Nur knapp über eine Minute würde es dauern, bis ein kompletter Weihnachtsbaum in Flammen steht. Und: „Durch die entstehende Hitze greift das Feuer dann auch schnell auf andere Gegenstände über.“

Gerade Familien mit Kindern oder Tieren rät Geist dazu, keine echten Kerzen beim Schmücken des Baumes zu verwenden. „Das wird ja zum Glück auch immer weniger.“ Immer mehr griffen zu elektrischen Lichterketten. Doch auch bei denen gebe es einiges zu beachten: Gerade bei der Verwendung von Mehrfachsteckern sollte beachtet werden, die Steckdose nicht zu überlasten. „Eine Folge könnte ein Brand im Mehrfachstecker selbst sein“, sagt Geist. Sein Tipp: Auf den Steckerleisten sollte stets die maximale Wattleistung gekennzeichnet sein. Außerdem sollten nur geprüfte elektronische Lichter verwendet werden. Menschen, die doch mit echten Kerzen am Baum schmücken, sollten immer einen Eimer Wasser neben dem Baum stehen haben.

Ein weitererer Brandherd seien außerdem Kerzen, die in der Zugluft platziert werden. „Es reicht schon ein kleiner Luftzug, um die Flamme beispielsweise auf das Adventsgesteck überspringen zulassen“, weiß Geist.

Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch zu einem Brand kommen, lautet die Devise, selbst zu versuchen, das Feuer zu löschen. Ist dies nicht mehr möglicht, heißt es Tür schließen und die Wohnung verlassen. Sollten andere Bewohner im Haus leben, sollten sie gewarnt werden und die Feuerwehr verständigt werden.

„Wir wünschen uns aber, dass alle ein frohes Fest ohne Feuerwehr verbringen können“, so Geist.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare