weather-image
14°
×

Geschäftsführung zieht positive Bilanz: Mehr Patienten, mehr Personal und bald mehr Parkplätze

Klinikum Schaumburg macht auch 2019 Millionenverlust

RINTELN. Die schwarze Null ist etwas näher gerückt, so viel kann die Geschäftsführung des Agaplesion-Klinikums in Vehlen schon verraten. Den Verlust habe man um einige Millionen Euro reduzieren können – eine abschließende Rechnung werde allerdings erst in einigen Wochen vorliegen. Im Jahr 2018 hatte das Krankenhaus noch 12 Millionen Euro Miese gemacht.

veröffentlicht am 29.01.2020 um 13:34 Uhr
aktualisiert am 29.01.2020 um 14:10 Uhr

DSC_8809

Autor

Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

„Die Richtung stimmt“, zeigt sich Geschäftsführerin Diana Fortmann zuversichtlich. „Wir sind weiter zuversichtlich, dass wir Ende 2021 wirtschaftlich arbeiten können.“ Heißt im Klartext: Ab 2022 sollen schwarze Zahlen geschrieben werden. Doch aufgrund zahlreicher schon beschlossener oder derzeit diskutierter Gesetzesänderungen im Gesundheitsbereich ist die Planung für Fortmann und ihren Co-Geschäftsführer Marko Ellerhoff derzeit schwierig.

Leichter fällt da der Rückblick: 19 000 Patienten wurden im Jahr 2019 stationär im Krankenhaus betreut, insgesamt wurden mehr als 50 000 Patienten versorgt. Zum Vergleich: Im Jahr davor wurden nur 18 000 Patienten versorgt, insgesamt waren es damals 48 000 Patienten.

Auch beim Personal habe man unterm Strich zugelegt – im Jahr 2019 arbeiteten über alle Bereiche hinweg etwa 30 Personen mehr für das Klinikum Schaumburg als im Jahr 2018. Wobei im patientennahen Bereich – also Pfleger und Ärzte – mehr Mitarbeiter angestellt, in den Verwaltungstätigkeiten mehr Mitarbeiter durch natürlich Fluktuation abgebaut wurden.

Allerdings zeigt der Personalzuwachs von nur 3 Prozent im Jahr auch: Der Markt für Ärzte und Pfleger ist sehr umkämpft. Noch immer kann etwa die zweite Intensivstation des Krankenhaus Schaumburg nicht eröffnet werden – es fehlt schlichtweg das entsprechend ausgebildete Personal. Wie es in den kommenden Jahren weitergehe, entscheide sich in erster Linie daran, ob man genügend Mitarbeiter finden werde.

Mehr Patienten und mehr Mitarbeiter führen aber auch zu einem: Die ohnehin knapp bemessene Parkplatzsituation am Krankenhaus wird noch kritischer. Doch hier können Ellerhoff und Fortmann zeitnah eine Verbesserung zusagen: Ein Fachplaner ist momentan damit beschäftigt, im ersten Schritt zusätzliche Flächen für 150 Parkplätze zu planen, die dann noch im Jahr 2020 realisiert werden sollen. Derzeit gibt es vor Ort etwa 550 Parkplätze. Auch ein zweiter Parkschein-Automat soll in den nächsten Monaten errichtet werden.

Die Entscheidung, den Standort der Krankenpflegeschule in Rinteln zu schließen und direkt ans Klinikum zu verlegen sei absolut richtig gewesen, so Ellerhoff und Fortmann. Im Oktober habe man 30 neue Schüler begrüßen können und erhoffe sich so, auch die Fachkräfte von morgen an den Standort zu binden.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige