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Fachausschuss empfiehlt geschlossen Entgeltvereinbarung und Bedarfsplan für das laufende Jahr

Kosten für Rettungsdienst steigen

LANDKREIS. Die Kosten für den Rettungsdienst in Schaumburg werden im laufenden Jahr gegenüber 2018 um 5,43 Prozent ansteigen. Demnach müssen die Kostenträger, also die Krankenkassen und Unfallversicherungen, in 2019 für den hiesigen Rettungsdienst 9,85 Millionen Euro aufbringen. Eine entsprechende Budgetvereinbarung des Landkreises mit den Kostenträgern ist im Ausschuss für Rettungswesen, Feuer- und Katastrophenschutz des Kreistags einmütig empfohlen worden.

veröffentlicht am 14.03.2019 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 14.03.2019 um 18:50 Uhr

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Autor:

Stefan Rothe
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Das Kostenbudget ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich geklettert, jährlich um zwischen 2,8 und 8,7 Prozent. Vor fünf Jahren hatte das Budget noch 7,4 Millionen Euro betragen. „Die Kostensteigerungen 2019 ergeben sich aus der allgemeinen Lohn- und Preissteigerung“, erläuterte im Ausschuss Kreisdezernentin Andrea Stüdemann.

Der vereinbarten Kostenkalkulation liegt die erwartete Zahl an Rettungseinätzen zugrunde. Demnach wird im laufenden Jahr kreisweit mit 17 108 Einsätzen von Rettungswagen gerechnet, das wären rund 600 mehr als im vergangenen Jahr. Die Zahl der Krankentransporte soll mit 12 714 um etwa 700 niedriger liegen als 2018. Kalkuliert wird zudem mit 4774 Notarzteinsätzen, das wären 50 weniger als im vergangenen Jahr.

Als Entgelt für einen Rettungswageneinsatz bis 25 Kilometer wurde ein Betrag von 308,81 Euro festgelegt, das sind 2,04 Euro weniger als 2018. Ein Krankentransport bis 25 Kilometer kostet jetzt 97,15 Euro, gegenüber 98,58 Euro im Jahr 2018. Für einen Notarzteinsatz schließlich müssen die Kostenträger 341,68 Euro berappen, das sind 5,35 Euro mehr als bisher.

Zudem verabschiedete der Ausschuss einstimmig den neuen Bedarfsplan für den Rettungsdienst. Dieser muss laut Stüdemann eigentlich jährlich angepasst werden, was in Schaumburg aber 2013 das letzte Mal passiert war. Demnach enthält der neue Bedarfsplan gleich eine Reihe von Anpassungen. Diese sind vorab mit den Kostenträgern abgestimmt worden.

So wird in der Rettungswache in Rinteln künftig der zweite Rettungswagen rund um die Uhr eingesetzt. Nach Darstellung von Stüdemann ist die zusätzliche Einsatzzeit erforderlich, weil dort die Hilfsfrist in der Nacht zu oft nicht erreicht worden ist. Laut Hilfsfrist muss ein Einsatzfahrzeug 15 Minuten nach Alarmierung am Einsatzort sein, und das in 95 Prozent aller Fälle. Diese Prozentzahl war in Rinteln nachts erkennbar unterschritten worden.

Verändert im Bedarfsplan wurde auch die Zahl der Mitarbeiter in der Integrierten Regionalleitstelle, und zwar von bisher 21 auf künftig 23 Vollzeitkräfte. Der höhere Bedarf sei klar nachweisbar, führte Stüdemann aus. Die Jahres-Fahrzeugeinsatzstunden wurden auf 110 893 festgelegt. Zudem wurde die Einführung der mobilen Datenerfassung beschlossen, das heißt, die Dokumentation in Papierform soll abgelöst werden durch die Erfassung mit digitalen Medien.




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