weather-image
22°

Landrat fordert trotzdem, „sehr sparsam zu wirtschaften“ / Mehr Investitionen als in den Vorjahren

Kreisetat mit kleinem Überschuss

LANDKREIS. Der Kreishaushalt für 2019 soll mit einem Überschuss von 1,9 Millionen Euro abschließen. So steht es im Entwurf des Zahlenwerks, der in den nächsten Wochen von den Fraktionen in Klausurtagungen beraten und am 26. Februar vom Kreistag beschlossen werden soll. Der Etat hat ein Volumen von rund 360 Millionen Euro, das ist etwa genauso viel wie in den Vorjahren.

veröffentlicht am 25.01.2019 um 00:00 Uhr

Symbolfoto: Archiv/Dana.

Autor:

Stefan Rothe
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

LANDKREIS. „Wir legen zum dritten Mal in Folge einen ausgeglichenen Haushalt vor“, sagt Landrat Jörg Farr (SPD) auf Anfrage im Gespräch mit dieser Zeitung: „Das ist ein solider Etat, wir befinden uns auf dem richtigen Weg.“ Freilich sei der Überschuss so gering, dass daraus die Schlussfolgerung zu ziehen sei, „dass wir weiter sehr sparsam wirtschaften müssen“, betont der Landrat. Immerhin könne im laufenden Jahr der Stand der Liquiditätskredite von 60 auf 58 Millionen Euro gesenkt werden. Dieser Kurs solle in den kommenden Jahren beibehalten werden.

Im Haushalt sind Investitionen in Höhe von 14,5 Millionen Euro vorgesehen – etwas mehr als in den Vorjahren. Im Zentrum stehen drei Mehrjahresprojekte: der Neubau der IGS in Rinteln, die Erweiterung der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Stadthagen und Umbaumaßnahmen im ehemaligen Krankenhaus in der Kreisstadt. Für diese drei Vorhaben fließen im Jahr 2019 insgesamt 6,1 Millionen Euro. Im Jahr 2020 werden dafür dann noch einmal insgesamt 20,5 Millionen Euro folgen.

„Wir konzentrieren uns bei den großen Investitionen auf diese drei Projekte“, stellt Farr heraus, „aber auch das normale Geschäft wird betrieben.“ Wie Kreiskämmerer Oliver Krah vorrechnet, fließen in diesem Sinne in Baumaßnahmen für Schulgebäude 4,1 Millionen, in den Straßenbau 4,2 Millionen und in den Sportstättenbau 1,3 Millionen Euro. Darüber hinaus werden nach Angaben von Krah 6,5 Millionen Euro in die Bauunterhaltung fließen.

Der größte Posten im Kreisetat ist der Sozialhaushalt mit einem Umfang von rund 200 Millionen Euro. Der Löwenanteil davon sind durchlaufende Posten, die durch zweckgebundene Bundes- oder Landesmittel gedeckt sind. 16,8 Millionen Euro davon sind freilich Zuschussbedarf aus kreiseigenen Mitteln, die sich aus der von den Städten und Gemeinden zu zahlenden Kreisumlage und aus Schlüsselzuweisungen des Landes generieren. Weitere Zuschüsse aus Kreismitteln gehen mit 27,3 Millionen Euro in die Jugendhilfe und mit 16,8 Millionen Euro ins Jobcenter.

Ein Rekordergebnis haben 2018 die hiesigen Kommunen mit insgesamt 51,7 Millionen Euro bei der Gewerbesteuer erzielt. „Das ist ein Superergebnis“, freut sich Farr. Das spiegele sich im laufenden Jahr in einer höheren Kreisumlage wider. Ständig steigen würden auch die kreisweiten Einnahmen aus der Einkommenssteuer: Betrugen diese vor zehn Jahren noch 42 Millionen Euro, waren es im vergangenen Jahr 67 Millionen Euro.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare