weather-image
23°

Entwurf von Nahverkehrsplan

Landkreis Schaumburg will ÖPNV optimieren

LANDKREIS. Die Errichtung einer Mobilitätszentrale ist ein zentrales Ziel des Landkreises bei der Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in den nächsten fünf Jahren. Das steht außerdem drin:

veröffentlicht am 08.06.2019 um 00:00 Uhr

Der Landkreis Schaumburg will den öffentlichen Nahverkehr verbessern und unter anderem eine Mobilitätszentrale einrichten. Foto: tol

Autor:

Stefan Rothe
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

LANDKREIS. Die Errichtung einer Mobilitätszentrale ist ein zentrales Ziel des Landkreises bei der Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in den nächsten fünf Jahren. Das geht aus dem Entwurf des Nahverkehrsplans hervor, den der Ausschuss für Kreisentwicklung einmütig gebilligt hat. Der Ausschuss hat empfohlen, das Beteiligungsverfahren einzuleiten, bei dem unter anderem die Kommunen, die Landesnahverkehrsgesellschaft und Verbände, die die Interessen der Fahrgäste vertreten, Stellungnahmen angeben können. Es ist geplant, dass der Kreistag den für fünf Jahre geltenden Plan im Dezember verabschiedet.

Aufgaben einer Mobilitätszentrale sind dem Entwurf nach die Auskunft über alle Mobilitätsangebote im Kreisgebiet sowie die Annahme von Anmeldungen für die Bedarfsverkehre und deren Disposition. Des Weiteren sollen eine Internetseite und eine App bereitgestellt werden, auf der die Dienstleistungen der Mobilitätszentrale verfügbar sind.

Im Entwurf wird festgestellt, dass das vorhandene ÖPNV-Tarifsystem „sehr unübersichtlich und für den Kunden nicht verständlich ist“. Und weiter: „Dies stellt eine Barriere für den Zugang zum ÖPNV dar.“ Ziel sei daher, die Anzahl der Tarifzonen drastisch zu senken. Dies könne erreicht werden, indem jede Kommune eine Tarifzone darstellt. Fahrten innerhalb einer Kommune würden dann immer den Fahrpreis der Preisstufe 1 kosten, mit jeder weiteren durchfahrenen Kommune würde der Fahrpreis um eine Preisstufe ansteigen.

Zu überlegen ist laut Entwurf, ob die örtlichen Bedarfsangebote mit jeweiligem „Haustarif“ auch in einen Gemeinschaftstarif integriert werden können. Zudem soll die Einführung einer „SozialCard“ für einkommensschwache ÖPNV-Nutzer geprüft werden.

Beabsichtigt ist nicht zuletzt, die Barrierefreiheit des ÖPNV durch entsprechende Veränderungen der Haltstellen zu verbessern.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare