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Schaumburg liegt in der landesweiten Rangliste mit 101 Prozent auf einem vorderen Platz

Lehrerversorgung wird besser

LANDKREIS. Die Unterrichtsversorgung an den Schulen im Landkreis ist in diesem Schuljahr deutlich besser als im Landesdurchschnitt. Nach der neuesten Statistik des Niedersächsischen Kultusministeriums beträgt die Versorgung in Schaumburg aktuell 101,0 Prozent – der Landesdurchschnitt liegt bei nur 99,4 Prozent.

veröffentlicht am 04.02.2019 um 17:53 Uhr

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Autor:

Stefan Rothe
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LANDKREIS. In der Liste der 47 niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte rangiert Schaumburg auf Platz 9 und damit auf einer vorderen Position. Noch besser ist die Versorgung beispielsweise im Landkreis Hildesheim (101,9), wesentlich schlechter im Landkreis Holzminden (93,3) – der landesweit geringste Wert – und im Landkreis Nienburg (96,5). Die niedersachsenweit beste Quote hat die Stadt Oldenburg (103,0).

Nach Angaben des Ministeriums ist die Unterrichtsversorgung in Schaumburg in den vergangenen drei Jahren immer besser geworden. Im Schuljahr 2017/18 hatte sie noch 99,3 Prozent betragen, im Schuljahr 2016/17 sogar nur 98,7 Prozent.

Die Unterrichtsversorgung differiert allerdings mit Blick auf die unterschiedlichen Schulformen stark. So beträgt die Quote im hiesigen Landkreis bei den Gymnasien 104,3 Prozent, bei den Grundschulen 101,6 Prozent, bei den Förderschulen 100,9 Prozent, bei den Oberschulen 98,6 Prozent und am schlechtesten ist sie bei den IGS mit 98,1 Prozent.

Zu Schuljahresbeginn sind nach Angaben des Ministeriums in Schaumburg 31 Stellen neu besetzt worden. Im noch laufenden Einstellungsverfahren zum zweiten Schulhalbjahr seien schon 21 frische Lehrkräfte in Schaumburg eingestellt worden.

Wie Ministeriumssprecherin Jasmin Schönberger auf Nachfrage erläuterte, können bei einer 100-prozentigen Versorgung „Pflichtstunden und Zusatzbedarfe vollständig abgedeckt werden“. Allerdings stelle die rechnerische Versorgung nicht notwendigerweise die tatsächliche Lehrkräfteversorgung zu einem bestimmten Zeitpunkt dar. Denn eine Abweichung trete dann ein, „wenn Lehrkräfte aus verschiedenen Gründen verhindert sind, ihren regulären Unterricht zu erteilen, zum Beispiel durch Krankheit, Mutterschutzzeiten, andere schulische Verpflichtungen oder flexiblen Unterrichtseinsatz“.

Generell gelte auch, „dass es trotz einer guten Versorgung wie in Schaumburg speziell in sogenannten Bedarfsfächern zu Engpässen kommen kann“, erläuterte Schönberger weiter. Für Bedarfsfächer ist es besonders schwierig, Lehrkräfte zu bekommen. Beispiele für Bedarfsfächer: Musik (Grundschulen), Französisch (Oberschulen), Mathematik (Gymnasien).

Auf die Frage, warum Schaumburg so gut dasteht, erklärte Schönberger: „Oftmals spielen die Nähe zu einem Universitätsstandort, die bestehenden Verkehrsanbindungen sowie das Studienseminar vor Ort (wie in Stadthagen) eine wichtige Rolle bei Entscheidungen von Bewerberinnen und Bewerbern“. Sicherlich seien „auch die sonstigen Möglichkeiten vor Ort von Bedeutung“, schloss die Sprecherin.




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