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Kreisjägerschaft stellt Streckenbericht vor / Forstarbeiten verschreckt Muffelwild

Mehr Waschbären erbeutet

LANDKREIS/BÜCKEBURG. Die Jägerschaft Schaumburg hat ihre Streckenstatistik für das zurückliegende Jagdjahr (1. April 2018 bis 30. März 2019) vorgestellt. In diesen Zahlen sind auch jene Wildtiere enthalten, die dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen sind.
Wie Kreisjägermeister Michael Schaer bei der Mitgliederversammlung in Bückeburg berichtete, konnten die Waidmänner bei der Bejagung des Schwarzwildes nicht an die 2018 vermeldete Rekordstrecke (2213 Wildschweine) anknüpfen. Erlegt worden seien stattdessen deutlich weniger Schwarzkittel – nämlich 1500. Ein Ergebnis, das sich „wieder auf Normmaß“ bewege.

veröffentlicht am 08.04.2019 um 18:21 Uhr

Nach seinem Streckenbericht kommentierte der Kreisjägermeister Michael Schaer einige der im großen Rathaussaal ausgestellten Jagdtrophäen. Foto: wk
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Zur Strecke gebracht wurden ihm zufolge zudem 2345 Rehe (1053 männliche, 1282 weibliche Tiere). Hiervon sind allerdings 368 Exemplare als Fallwild in der Statistik enthalten, was mit 16 Prozent etwa dem Schnitt der vergangenen Jahre entspricht.

An Schalenwild haben die Jäger ferner 61 Stück Rotwild (22 männliche Tiere, 39 weibliche Tiere), 21 Stück Damwild (zehn männliche Tiere, elf weibliche Tiere) und 87 Stück Muffelwild (46 männliche Tiere, 41 weibliche Tiere) erschossen.

Auffallend bei der Muffelwild-Strecke ist laut Schaer, dass gegenüber dem vorausgegangenen Jagdjahr insgesamt 68 Exemplare weniger erlegt wurden. Der Kreisjägermeister erklärte diese Differenz unter anderem mit in den Revieren gelaufenen Forstarbeiten und daraus resultierten Störungen, deretwegen das Muffelwild versteckter als sonst gewesen ist.

Hinsichtlich des Haarwildes präsentierte Schaer dagegen folgende Jagdstrecke: 453 Hasen, 32 Wildkaninchen, 1094 Füchse, 186 Dachse, 80 Marder, 17 Iltisse, 22 Große Wiesel und 874 Waschbären. Die hohe Anzahl an zur Strecke gebrachten Waschbären dürfte nach Einschätzung des Kreisjägermeisters sowohl auf eine Populationszunahme dieses Raubtieres als auch auf die seit 2016 intensivere Ausübung der Fallenjagd zurückzuführen sein. Zum Vergleich: Im Jagdjahr 2014/2015 wurden in den Schaumburger Revieren lediglich 210 Waschbären erbeutet; im Jagdjahr 2015/2016 waren es 300, im Jagdjahr 2016/2017 wurden 454 Exemplare erjagt und im Jagdjahr 2016/2017 insgesamt 756 Exemplare.

An Federwild wurden nach Information von Schaer 170 Fasanen, sieben Rebhühner, 345 Graugänse, 120 Nilgänse, 618 Wildtauben, 495 Wildenten, 1218 Rabenkrähen und 262 Elstern geschossen.

Zum Programm der Mitgliederversammlung der Jägerschaft gehörte auch die gesetzlich vorgeschriebene Hegeschau aller im Jagdjahr 2018/2019 erbeuteten Schalenwild-Trophäen. wk




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