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NNG-Konzept für Damm und Zäune überfällig – neuer Abbau aber schon im Genehmigungsverfahren

Messingsberg: Zum Schutz passiert – nichts

Steinbergen (mld). In „zwei bis drei Monaten“, hatte Uwe Werner gesagt, solle das Konzept zur Sicherung der Abbruchkante am Messingsberg stehen. Das hatte der Geschäftsführer der Norddeutschen Naturstein GmbH (NNG), die den Steinbruch betreibt, im Juni dieses Jahres unserer Zeitung versichert. Inzwischen sind über fünf Monate vergangen und passiert ist – nichts.

veröffentlicht am 23.11.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 15:41 Uhr

Oben Berg, unten Häuser: Die Norddeutsche Naturstein GmbH will d

„Wir haben hier keinen Antrag von der NNG vorliegen“, bestätigt das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt in Hildesheim, das für Schaumburg zuständig ist. Auch dem Landkreis ist nichts vom NNG-Vorhaben, rutschende Gesteinsbrocken mit einem über 350 Meter langen Schutzdamm und Fangzäunen zu sichern, bekannt: „Es hat sich nichts Neues getan. Die NNG hat ihr Schutzkonzept selbst vorgestellt, also müsste sie sich auch bei uns melden“, erläutert Landkreis-Pressesprecher Klaus Heimann. NNG-Geschäftsführer Uwe Werner allerdings war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Ein anderes Projekt dagegen ist unbestritten noch im Gespräch: der Abbau des sogenannten Werkstattfelsens mitten im Steinbruch sowie die Vertiefung des Abbaus auf den östlich angrenzenden Flächen. „Das Genehmigungsverfahren dazu läuft“, bestätigt das Gewerbeaufsichtsamt. Für die NNG ist es unbestritten lukrativer, zuerst die Genehmigung des erweiterten Abbaus zu beantragen als Schutzmaßnahmen gegen einen weiteren Bergrutsch: Durch weiteren Abbau sollen etwa drei Millionen Tonnen Gestein gewonnen werden, die Betriebsdauer des Steinbruchs würde um vier bis fünf Jahre verlängert werden.

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