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Spaß „für kleine Hände“ auf dem Hof Lattwesen

Milch geschüttelt, von Kälbchen gerührt

HOHNHORST/LANDKREIS. Seit langem machen sich Landwirte Sorgen, was das Verständnis für ihren Berufsstand angeht. Einen neuen Versuch unternahm jetzt der Hohnhorster Landwirt Cord Lattwesen. Eine Woche lang zeigte er auf seinem Hof Kindern, was es heißt, Bauer zu sein.

veröffentlicht am 27.05.2019 um 15:29 Uhr

Hoch das Stroh! Kinder hatten auf dem Hof Lattwesen eine Woche lang viel Spaß. Foto: ab
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In ganz Niedersachsen öffneten sich in diesen Tagen die Scheunentore, um Kinder für das Landleben zu begeistern. Veranstalter waren die Landfrauenverbände Hannover und Weser-Ems, „Landwirtschaft für kleinen Hände“ hatten sie als Motto gewählt.

Auf dem Hof Lattwesen in Hohnhorst waren eine Woche lang Kita-Kinder aus dem Ort und Grundschulkinder aus Lauenau zu Gast. Die Schaumburger Landfrauen schickten Dorothea Schröder, Steffi Dreyer und Christina Konerding zum Helfen und Erklären nach Hohnhorst.

„Wir haben einen Schwerpunkt auf das Thema Milch gelegt“, sagte Cord Lattwesen. Die Kinder hätten sich anschauen können, was Kühe fressen und wie sie gemolken werden. “Die Kinder ‚mussten‘ aber auch selbst arbeiten“, sagte Lattwesen, „sie haben Milch so lange geschüttelt, bis Butter draus wird.“ Anschließend kam erst die Butter aufs Brot, dann beides in die Münder der Kinder.

Von der Technik waren die Kinder beeindruckt, von den süßen Kälbchen waren sie begeistert. „Die waren von den Tieren gar nicht wieder wegzubringen“, sagte Lattwesen.

Der andere Höhepunkt in der Landwirtschafts-Woche „für kleine Hände“ war die Rundfahrt, die Lattwesen für die Kinder organisierte. Mit einem dicken Trecker und einem geräumigen Erntefest-Wagen karriolten sie durch die Feldmark, Gesang und Gejohle waren weithin zu hören. Aber auch auf dieser Tour vergaß Cord Lattwesen nicht, den Kindern Landleben beizubiegen. „Sie haben gelernt, was alles auf den Wiesen und Feldern wächst, von Blumen bis zum Getreide“, sagte er.

Schon seit Jahren beteiligt sich Lattwesen, der früherer Kreislandwirt, an der Aktion „für kleine Hände“. Sie sei „leider nötig“, sagt er, „früher gab es in jedem Dorf acht Landwirte, heute noch einen – mit ein bisschen Glück.“ ab




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