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Nach Razzien in Meerbeck und Bückeburg: Rocker-Prozess ist gestartet

BÜCKEBURG/MEERBECK/HANNOVER. Die Aktion sorgte im März für Aufregung: Sondereinsatzkräfte der Polizei rückten unter anderem in Meerbeck und in Bückeburg an - eine Gruppe soll dort unbemerkt Cannabis-Plantagen betrieben haben. Jetzt stehen sieben Männer in Hannover vor Gericht, die im Verdacht stehen, daran mitgewirkt zu haben.

veröffentlicht am 12.12.2019 um 12:22 Uhr

 In Hannover stehen seit Mittwoch sieben Personen vor Gericht, die im im Zusammenhang mit mehreren Razzien auch im Kreis Schaumburg im Verdacht stehen, mit Drogen gehandelt zu haben. Sondereinsatzkommandos (SEK) aus Hannover hatten Mitte März insgesamt 13 Objekte in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen durchsucht, auch in Meerbeck und Bückeburg.

Festnahmen und umfangreiche Sicherstellung

Bei den Razzien ging es um den Verdacht des professionellen Betreibens von Indoor-Plantagen zum Cannabis-Anbau. Die Ermittler hatten damals 13 Männer festgenommen und Marihuana, Waffen, einen sechsstelligen Eurobetrag und teure Autos beschlagnahmt. Die Angeklagten sollen dem Rockermilieu angehören. Sie hatten sich als Boxclub getarnt.

In Bückeburg war bei dem Einsatz im Frühjahr die Wohnung eines Tatverdächtigen an der Röntgenstraße durchsucht worden. Zeitgleich stürmten die Beamten eine Halle am Meerbecker Buchenweg – die ehemalige Firma Medizin und Technik. Dort hoben sie eine große Indoor-Plantage aus.

Nicht einmal die Nachbarn ahnten etwas

Der Einsatz am Buchenweg zog sich bis in den Nachmittag hinein hin. Etliche Polizeibullis, Lastwagen, Feuerwehrfahrzeuge und Müllcontainer säumten die Straße. In der Luft lag der süßliche Geruch von Marihuana. Immer wieder hielten Autofahrer an und erkundigten sich nach dem Grund des Einsatzes.

Niemand von ihnen – auch nicht die Nachbarn – hatten eine Ahnung, in welch großem Stil dort Drogen angebaut wurden. Pflanze für Pflanze warfen die Beamten in den bestellten Müllcontainer. Die Bilanz am Ende: acht festgenommene Verdächtige, 3100 Cannabis-Pflanzen, 230.000 Euro Bargeld, dazu Schusswaffen, Munition, Schmuck und mehr. mt/nw/sn/jhr




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