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Kirchenkreistag der Grafschaft Schaumburg ernennt neue Gremienvorstände

„Neue Wege zu den Menschen finden“

LANDKREIS. Mit dem ablegenden Boot die Wellen der Herausforderungen in den nächsten sechs Jahren meistern – so umschrieb Andreas Kühne-Glaser, Superintendent des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Grafschaft Schaumburg, in seiner Predigt im Abendmahlsgottesdienst die anschließende Sitzung des neuen Kirchenkreistages, die im Kirchzentrum der Rintelner Johannis-Gemeinde stattfand. Im Rahmen der Kirchenkreistagssitzung hat Superintendent Andreas Kühne-Glaser zudem sein Amtsende in Aussicht gestellt. Mit dem Stichtag 31. Dezember 2020 werde er in den Ruhestand gehen und sein Amt niederlegen.

veröffentlicht am 15.02.2019 um 16:18 Uhr
aktualisiert am 15.02.2019 um 19:00 Uhr

Der neue Kirchenkreisvorstand: Jürgen Wulf (von links), Sven-Erik Nothofer, Matthias Voigt, Gero Cochlovius, Angelika Held, Eberhard Hesse, Sabine Schiermeyer und Superintendent Andreas Kühne-Glaser.

Autor:

Niklas Könner
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LANDKREIS. Insgesamt 49 stimmberechtigte Mitglieder der 21 zugehörigen Gemeinden aus der Grafschaft Schaumburg waren dazu aufgerufen, die Vorsitzenden des Kirchenkreistages, den Kirchenkreisvorstand sowie die Ausschüsse des Kirchenkreistages für eine sechsjährige Legislaturperiode zu wählen. Zudem wurde Wilfried Althoff für sein langjähriges Engagement im Diakonie- und Kirchenkreistagsausschuss mit dem goldenen Kronenkreuz der Diakonie geehrt.

Schon bei der Vorstellung der Kandidaten deutete sich an, dass es kein Abend großer Spannungen werden würde. Schließlich stellte sich bei jeder der geheimen Wahlen jeweils nur ein Kandidat zur Verfügung. So wurde der bisherige Vorsitzende des Kirchenkreistages, Michael Behrndt, erneut in seinem Amt bestätigt. Auch sein Stellvertreter, Michael Hensel, bleibt eine weitere Periode in dieser Position. Petra Flamme-Müller, Rita Weber und Falk Nisch ergänzen den Kirchenkreistagsvorstand.

Das gleiche Bild der Gegenkanditaturlosigkeit zeigte sich auch bei den Wahlen des neuen Kirchenkreisvorstands. Sabine Schiermeyer, Matthias Voigt und Gero Cochlovius wurden als ordinierte Vorstandsmitglieder ernannt. Komplettiert wird der Ausschuss künftig von Angelika Held, Jürgen Wulf, Eberhard Hesse und Sven-Erik Nothofer als nicht-geistliche Mitglieder. Die Wahl der fehlenden zwei nicht-ordinierten Vorstandsangehörigen musste aufgrund mangelnder Kandidaturen auf die nächste Sitzung verschoben werden.

Die neugewählten Vertreter der Gremien stünden in der bis 2025 andauernden Legislaturperiode nun vor „wichtigen Aufgaben“, sagte Superintendent Kühne-Glaser. Hinsichtlich etwaiger Stellenzuschnitte sowie der Weiterführung eigener Projektstellen müsse man „neue Strukturen schaffen“ und Entscheidungen „möglichst noch in diesem Jahr fällen“, so Kühne-Glaser weiter.

Die „eigentlich wichtigste Frage“ sei jedoch, wie man in Zukunft weiterhin die Gemeindemitglieder an die Kirche binde, erklärte der Superintendent. Daher sei „ein behutsamer Umgang mit finanziellen und personellen Ressourcen“ entscheidend, um „mehr an Profil gewinnen und neue Wege zu den Menschen finden zu können“. Schließlich werde der Kirchenkreis als unterstützende Ebene der Gemeinden „aufgrund des Strukturwandels immer bedeutsamer“ unterstrich Kühne-Glaser dessen Stellenwert.

Gelingen mit den neu gewählten Vertretern und Gremien all diese Vorhaben, sollte das Boot des Kirchenkreises auch die Wellen der Herausforderung souverän meistern und wieder sicher in den Hafen einfahren können, fügte Kühne-Glaser hinzu.

Information

Im Rahmen der Kirchenkreistagssitzung hat Superintendent Andreas Kühne-Glaser sein Amtsende in Aussicht gestellt. Mit dem Stichtag 31. Dezember 2020 werde er in den Ruhestand gehen und sein Amt niederlegen. „Ich komme jetzt an meine Dienstgrenze. Die Position des Superintendenten macht mir bis heute viel Spaß, doch es ist gut, wenn es auch mal einen Wechsel gibt“, sagte er. Kühne-Glaser ist bereits seit 2006 Superintendent des Kirchenkreises Grafschaft Schaumburg. Die neugewählten Kirchenkreisausschüsse bereiten nun die Nachfolge Kühne-Glasers vor. „Ich bin mir sicher, dass wir dafür jemand Gutes finden werden“, so der scheidende Superintendent.




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