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Programm im „Doubletime“ steht

Neuer Club in Hameln: Jazztime!

HAMELN. Das Programm für das erste halbe Jahr in Hamelns künftigem Jazzclub „Doubletime“ steht. Zur Eröffnung gibt es besondere Konzerte. Ende Oktober startet der Verein bereits mit einer kleinen Sensation:

veröffentlicht am 27.04.2019 um 00:00 Uhr

Olivia Trummer hat gerade den angesehenen „Jazzpreis Baden-Württemberg 2019“ erhalten. foto: Ronald Göttel
Dorothee Balzereit

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Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite
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HAMELN. Das Programm für das erste halbe Jahr in Hamelns künftigem Jazzclub Doubletime steht. Ende Oktober startet der Verein mit einer kleinen Sensation: „Martin Tingvall und Jacob Karlzon, zwei der bedeutendsten europäischen Jazz-Pianisten, besuchen den Club innerhalb von nur drei Wochen“, sagt Boris Faehndrich, dessen gute Kontakte in die Jazz-Szene das Programm tragen. „Wir fangen im Oktober bewusst etwas ruhiger und kammermusikalisch an – der Club wird langsam „eingegroovt“. Ab 2020 werde in der Regel ein Konzert-Highlight pro Monat präsentiert. Zur Eröffnung gibt es besondere Konzerte. Los geht es am:


Mittwoch, 30. Oktober, mit Jacob Karlzons Programm Solo-Piano: Der hochdekorierte Schwede wird den Steinway-Flügel des Clubs einweihen. Karlzon gilt als Jazzman mit Weitblick. Bekannt wurde er als musikalischer Kopf der Band um die Sängerin Viktoria Tolstoy. Er hat mit Lisa Bassenge, Nils Landgren, Silje Nergaard, Bob Berg, Wolfgang Haffner und Billy Cobham zusammengearbeitet, um nur einige zu nennen. Seit einer Weile betätigt sich Karlzon auch als Solopianist.


Samstag, 2. November, Daniel Herskedal Quartett: Tubisten sind in der Musikwelt in der Regel selten. Bei Daniel Herskedal bekommt das Instrument eine neue Dimension. „Schmatzend, atmend erhebt sich die verführerische Melodie aus der Tuba“, schreibt „Die Zeit“ über sein Spiel. Mit dem Album „Voyage“ erschließt das Quartett neue Klangwelten an den Rändern von Jazz, Klassik und Folk.

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Daniel Herskedal Foto: Knut Aserud


Mittwoch, 6. November: Edgar Knecht Trio: Als „einen der wichtigsten neuen Jazzpianisten“ bezeichnet die Süddeutsche Zeitung den Deutschen, der in seinen Stücken traditionelles deutsches Liedgut mit Elementen aus Jazz und Weltmusik verbindet. Kubanisches Salsa-Piano mixt er mit europäischer Romantik, den deutschen Walzer mit afrikanischen Rhythmen. Dafür wird er mit seinem Trio weltweit gefeiert. Im Doubletime wird er sein Album „Personal Seasons“ vorstellen, das emotional durchs Jahr begleitet.


Mittwoch, 20. November, Martin Tingvall: Der in Hamburg beheimatete schwedische Pianist stellt seine nagelneue CD „The Rocket“ vor. Neben größeren Städten besucht er auch Hameln. Tingvall schafft mit innigen, ergreifend schönen und beinahe klassisch anmutenden Themen einen Gegenpol zu einer immer hektischeren Welt. Tingvall, der nebenher für Udo Lindenberg komponiert, ist frischer Preisträger des Deutschen Musikautorenpreises Jazz/Crossover 2019


Donnerstag, 21. November, triosence: „Scheint so, als habe der deutsche Jazz nach Till Brönner endlich neue junge Gesichter gefunden“, urteilte der „Stern“. In Deutschland haben triosence so ziemlich alles abgeräumt, was es an Jazzpreisen zu gewinnen gibt. Im Tourplan stehen Konzerte in der ganzen Welt. Ihren Stil beschreiben sie als „Songjazz“, eine melodiebetonte Mischung aus Jazz, Fusion, Folk und World Music.


Freitag, 6. Dezember undSamstag, 7. Dezember: Olivia Trummer: „Ich kenne in unseren Breitengraden keine Jazzmusikerin dieses Zuschnitts“, sagt Jazzmusiker Klaus Doldinger über Olivia Trummer. In Hameln spielt Trummer gleich zwei Konzerte. Einmal allein, einen Tag später mit Flötistin Hadar Noiberg. Songwriter- und Vocal-Jazz-Kunst stehen beim ersten Konzert im Vordergrund, beim zweiten das zauberhafte Zusammenspiel von Flöte und Klavier. Im Sommer bekommt Trummer den angesehenen „Jazzpreis Baden-Württemberg 2019“ verliehen. Die Jury lobt die Frische der Pianistin und Sängerin, ihr genuines Jazzspiel und ihren ausdrucksstarken Gesang.


Freitag, 13. Dezember: Christoph Pepe Auer Quartett: Er war Schlagzeuger, ist Saxofonist, Klarinettist. Und er ist ein Ausprobierer, Perfektionist und Querdenker. Seine Kompositionen verführen und führen gerne hinters Licht. Neben kompositorischen Fähigkeiten versprüht Auer eine unbändige Lust am Schmäh, am österreichischen Witz. Besonders gern aufs Korn nimmt er die Neunziger, die ihm zu gleichen Teilen musikalischer Graus und emotionale Zuwendung sind.


4. Adventswochenende (genauer Termin folgt), Sebastian Studnitzky: Einer der vielseitigsten Jazzmusiker in Deutschland, der zwischen Jazz, Klassik und Elektro wandelt und sich dabei vom gängigen Klassik–Jazz-Crossover absetzt: zu kantig für Pop, zu emotional für Jazz, zu üppig für Elektro, zu groovig für Avantgarde. Wie wenige andere Instrumentalisten seiner Generation ist er in Clubs und auf Festivals weltweit präsent (mit Nils Landgren’s Funk unit, Jazzanova, Mezzoforte oder Wolfgang Haffner). Er ist Mitglied von so renommierten Bands wie Mezzoforte oder von Nils Landgrens „Funk Unit“.


Die Konzerte beginnen voraussichtlich um 19.30 Uhr.


Und wie geht es weiter?
2020 werden DJs und das Leo Betzl Trio mit „Techno Jazz“ besonderen Sound in den Club bringen, verrät Boris Faehndrich. Im Januar kommt außerdem 20er Jahre Flair & Swing in den Club. Außerdem Gutes aus Frankreich, Ungarn und Schweden.




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