weather-image
20°

Idee von Jugendlichen verwirklicht

Neuer Dirtpark wird am Wochenende eingeweiht

HASTE. Die Eröffnung des Dirtparks in Haste steht kurz bevor: Am Wochenende wird der Bikeplatz neben den Tennisplätzen offiziell freigegeben. Die Gemeinde verwirklicht damit die Idee von Jugendlichen. Der Weg von der Idee bis hin zu Realisierung führte jedoch nicht immer geradeaus:

veröffentlicht am 15.05.2019 um 12:19 Uhr
aktualisiert am 15.05.2019 um 19:40 Uhr

Am Wochenende wird der Dirtpark neben den Tennisplätzen offiziell freigegben. Dann springen die BMX-Fahrer über die dort aufgeschütteten Erdhügel. Foto: göt
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

HASTE. Die Eröffnung des Dirtparks in Haste steht kurz bevor. Der Weg von der Idee bis hin zu Realisierung führte jedoch nicht immer geradeaus. Die Antragssteller hatten sich das Anfang 2014 wohl anders vorgestellt, als sie ihr Anliegen erstmals einem Haster Gremium vorgetragen hatten. Bei solchen Großprojekten ist es allerdings unmöglich, sich innerhalb kürzester Zeit das Einverständnis der Behörden einzuholen und mit der Schaufel loszulegen.

Rückblick: Eine Gruppe von zehn jungen BMX-Fahrern wollte eine Waldlichtung in der Nähe des Bahnhofs zu diesem Zweck ummodeln. Ein Dirtpark ist eine Strecke für besonders wagemutige Fahrradfahrer, die dort über mit Erde aufgeschüttete Hügel, Wellen und Plateaus fahren und springen. Die Idee der BMX-Fahrer: Die Gemeinde müsse nur ein Grundstück zur Verfügung stellen, die Jugendlichen würde die nötigen Arbeiten selbst verrichten. Als Platz für die BMX-Bahn wurde eine Stelle im Haster Wald ins Auge gefasst, dazu erteilte das zuständige Forstamt aber eine Absage.

2016 wurde eine mit den Bikern abgestimmte Planskizze für den Dirtpark auf einem Grundstück westlich der Kläranlage vorgestellt. 35 000 Euro stellte der Ausschuss in den Haushalt ein – die Kostenschätzung des Landschaftsarchitekten belief sich auf 29 000 Euro. Doch auch für diesen Standort erhielt die Gemeinde ein Absage – in diesem Fall von der Unteren Naturschutzbehörde.

Ohne diese „Ehrenrunde“ hätte die Maßnahme wohl deutlich eher fertiggestellt werden können. Denn bis der finale Standort westliche der Tennisplätze präsentiert werden konnte, ist einige Zeit für die Suche vergangen, wie Hastes Gemeindedirektor Andre Lutz schilderte. Denn die Bahn soll nicht zu nah am Wald oder der Wohnbebauung sein, muss aber für die Nutzer gut erreichbar sein.

Gekostet hat die Umsetzung unterm Strich etwa 65 000 Euro. Aus dem Zile-Fördertopf strich die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 17 700 Euro ein. Die jährlichen Kosten für Pacht und Unterhaltungsarbeiten sind laut Lutz überschaubar und liegen seiner Schätzung nach im niedrigen vierstelligen Bereich. Gerade der Unterhaltungsaufwand sei eher gering, weil die „Anlage lebt und sich verändert“. göt




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare