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Während es im Deister an Himmelfahrt ruhig bleibt, hat die Polizei in Bad Hiddenserborn zahlreiche Einsätze

Nicht alle feiern friedlich

LANDKREIS. Während etliche Schaumburger am gestrigen Vatertag friedlich mit Bollerwagen durch die Gegend gezogen sind, übertrieben es einige vornehmlich junge Menschen. Am Hotspot in Bad Hiddenserborn kam es zu zahlreichen Straftaten.

veröffentlicht am 31.05.2019 um 10:00 Uhr
aktualisiert am 31.05.2019 um 16:25 Uhr

In Bad Hiddenserborn feiern die jungen Menschen zu elektronischer Musik. Während es dort friedlich ist, hat die Polizei an anderer Stelle am Kanal alle händevoll zu tun (großes Foto). Im Deister ist die Stimmung bei den Wanderern ausgelassen (kleines
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Negativ-Höhepunkt waren diverse gewaltsame Übergriffe auf Polizisten. Mehrere Personen wurden in Gewahrsam genommen. Sie erwarten nun Strafverfahren wegen Körperverletzung. Die Stadthäger Polizei war mit einem Großaufgebot am Kanal vor Ort. Dass das auch nötig war, bilanzierte ein Sprecher. Besonders ab Nachmittag war die Situation vor Ort doch sehr gereizt. Hauptursache: Alkohol und Drogen.

Reger Verkehr von zahlreichen Vatertags-Wandergruppen herrschte auch im Deister und dessen Zugangswegen von den Samtgemeinden Rodenberg und Bad Nenndorf aus. Das Ausmaß früherer Jahre, als Scharen von Jugendlichen durch den Forst zogen, um sich an der Kreuzbuche zu treffen, wurde jedoch längst nicht erreicht. Bei entspannter Stimmung erinnerte nichts an die einst auftretenden Ausschreitungen.

Die Gaststätten „Zur Teufelsbrücke“ und „Mooshütte“ waren beliebte Zwischenstationen, die viele Gruppen bei ihrem Gang durch den Forst ansteuerten. Dabei waren die jüngeren Jahrgänge oftmals mit dem klassischen Bollerwagen samt zugeladenem Biervorrat unterwegs. Die Gruppen mittleren Alters verzichteten zumeist ganz auf ein Fahrzeug. Bierflaschen und Proviant kamen kurzerhand in den Rucksack. Aber auch die Gruppen mit ausgetüftelten Wagen samt Batterien für die Musik fehlten nicht.

Eine Gemeinschaft von rund 50 Wandernden aus Rodenberg machte sich mit einem selbstfahrenden Gefährt auf den Weg. Getränkevorrat und Batterien für die Musikanlage hätten den Wagen immer schwerer gemacht, berichteten die Konstrukteure Merlin Luda und Christian Rector. Entsprechend entstand die Idee, das Fahrzeug mit einem Antrieb auszurüsten. Um den Elektroantrieb und alle Batterien unterwegs mit Energie speisen zu können, kamen ein 6,5-PS-Verbrennungsmotor und eine Lichtmaschine hinzu. Eine deutliche Erleichterung, um die knackigen Steigungen auf und im Deister zu bewältigen. bor, vin




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