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Arbeitskreis „Plattdeutsch“ zieht positive Bilanz: Interesse steigt

Plattdeutsch ist wieder „kultig“

Sülbeck (kil). Plattdeutsch zu lernen, stößt wieder auf eine größere Offenheit im Schaumburger Land. Auch jüngere Menschen zeigen steigendes Interesse an der Mundart – dieses berichtet der Arbeitskreis „Plattdeutsch“ des Vereins „Schaumburger Landschaft“. Henning Dormann, Ernst Spannuth und Hartmut Ahrens kamen gestern im Sülbecker Gemeindehaus zusammen, um ihre bisherige Arbeit zu bilanzieren.

veröffentlicht am 20.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 09:22 Uhr

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Seit zwei Jahren befasst sich der zehnköpfige Arbeitskreis mit dem Erhalt der plattdeutschen Sprache. Dabei teilt sich die Arbeit nach Angaben von Ahrens in zwei Bereiche auf: das Projekt „Spurensuche“, das die Dokumentation der Mundart in Form von alltäglichen Dialogen umfasst, sowie pädagogische Angebote wie offene Gesprächskreise und Sprachkurse, die die Mitglieder an der Volkshochschule sowie in Kindergärten und Grundschulen anbieten. Diese Aufgabe stecke jedoch noch in den Kinderschuhen und bedürfe weiterer engagierter Platt-Sprecher, so Ahrens.

Dem Arbeitskreis liege es am Herzen, Platt als ein regionales Kulturgut zu wahren, sagte Spannuth. Menschen, die noch Platt sprechen, sollten ihr Wissen an Kinder und Enkelkinder weitergeben, denn nur auf diese Weise könne die Sprache überleben.

Ahrens glaubt, dass das Interesse an Platt durch die zeitliche Distanz derzeit wieder aufkeimt. „In meiner Kindheit galt Plattdeutsch noch als etwas Rückständiges.“ Auch für junge Leute, so Dormann, sei Platt wieder „kultig“ – besonders in ländlichen Regionen.




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