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Mord in Lauenau: Verteidiger verliest 44-seitigen Befangenheitsantrag

Platzt der Indizienprozess?

Lauenau/Bückeburg. 44 Seiten umfasst ein Befangenheitsantrag, in dem der mordverdächtige Uwe K. (45) aus Lauenau die drei hauptamtlichen Richter in seinem Prozess als voreingenommen ablehnt. Mit dem Gesuch reagierte Rechtsanwalt Dirk Baumann gestern auf einen Beschluss des Bückeburger Schwurgerichts, das die Haftbeschwerde der Verteidigung zurückgewiesen hatte (wir berichteten). Uwe K. bleibt danach in Untersuchungshaft. Die Richter gehen weiterhin von dringendem Tatverdacht aus, der sich neuerdings auch auf Vorwürfe der früheren Geliebten von K. stützt, einer 43-Jährigen aus Hannover. Sie will die Bluttat mit eigenen Augen gesehen haben. Sinngemäß wirft Baumann den Richtern vor, diese Aussage zu einseitig gewürdigt zu haben. „In eklatanter Weise“, so der Strafverteidiger, seien „die elementaren Regeln bezüglich der Beurteilung von belastenden Aussagen nicht eingehalten“ worden. Willkürlich habe das Gericht die Glaubwürdigkeit der Zeugin bejaht.

veröffentlicht am 04.04.2016 um 19:10 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 16:22 Uhr

04. April 2016 19:10 Uhr

Lauenau/Bückeburg. 44 Seiten umfasst ein Befangenheitsantrag, in dem der mordverdächtige Uwe K. (45) aus Lauenau die drei hauptamtlichen Richter in seinem Prozess als voreingenommen ablehnt. Mit dem Gesuch reagierte Rechtsanwalt Dirk Baumann gestern auf einen Beschluss des Bückeburger Schwurgerichts, das die Haftbeschwerde der Verteidigung zurückgewiesen hatte (wir berichteten). Uwe K. bleibt danach in Untersuchungshaft. Die Richter gehen weiterhin von dringendem Tatverdacht aus, der sich neuerdings auch auf Vorwürfe der früheren Geliebten von K. stützt, einer 43-Jährigen aus Hannover. Sie will die Bluttat mit eigenen Augen gesehen haben. Sinngemäß wirft Baumann den Richtern vor, diese Aussage zu einseitig gewürdigt zu haben. „In eklatanter Weise“, so der Strafverteidiger, seien „die elementaren Regeln bezüglich der Beurteilung von belastenden Aussagen nicht eingehalten“ worden. Willkürlich habe das Gericht die Glaubwürdigkeit der Zeugin bejaht.

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