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Veterinäramt schreitet ein

Polizei befreit 100 Fasane aus viel zu engen Kisten

SACHSENHAGEN. Viel Geflügel beherbergt seit Kurzem die Wildtier- und Artenschutzstation. Etwa 100 Jagdfasane, die bei einer Polizeikontrolle auf der Rastanlage Bückethaler Knick bei Bad Nenndorf beschlagnahmt worden waren, leben vorübergehend in der Einrichtung.

veröffentlicht am 11.12.2018 um 16:27 Uhr

Die rund 100 sichergestellten Jagdfasane leben jetzt vorübergehend in der Wildtierstation Sachsenhagen. Foto: pr.
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SACHSENHAGEN. Die Tiere waren in Kisten eingezwängt und füllten den Innenraum des aus Polen kommenden Fahrzeugs aus.

Da die Transportumstände den Polizisten als alles andere als ideal erschienen, verständigten sie das Veterinäramt. Schnell war klar, dass der Transport weder tierschutzgerecht durchgeführt wurde noch die notwendigen tierseuchenrechtlichen Nachweise vorlagen. Die Fasane wurden daher vom Veterinäramt eingezogen und in die Wildtier- und Artenschutzstation zur Quarantäne gebracht.

Wie es für die Vögel weitergeht, ist unklar. „Wir warten derzeit auf die Freigabe durch den Landkreis“, sagt Stationsleiter Dr. Florian Brandes. Die Tiere seien alle gesund und sollten möglichst in freier Wildbahn leben, idealerweise in einem Gebiet mit Wiesen und Gebüschen. Entsprechende Überlegungen gebe es bereits, so Brandes. „Wir stehen in Absprache mit den Jagdpächtern, warten auf ein Signal von ihnen.“ Theoretisch gebe es auch die Möglichkeit, dass der Besitzer versucht, die Tiere zurückzubekommen. Davon sei angesichts der Umstände, unter denen die Fasane sichergestellt worden waren, aber nicht auszugehen, erklärt der Tierarzt.r/ano

Vor ihrer Befreiung waren die Tiere in viel zu engen Transportkisten eingezwängt. Foto: pr.



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