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Anstieg bei Aufnahmezahlen

Rekord für die Wildtierstation

SACHSENHAGEN. Rekordzahlen für die Aufnahme von Tieren hat die Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen präsentiert – wieder einmal. Insgesamt 3382 Tiere haben die Pfleger im vergangenen Jahr aufgenommen, drei Viertel davon in dem halben Jahr zwischen April und September. Die Sommermonate sind eine Herausforderung:

veröffentlicht am 17.05.2019 um 07:30 Uhr

Beim Rundgang durch die Wildtierstation erläutert Stationsleiter Florian Brandes (rechts) die neuesten Entwicklungen. Foto: pr.

SACHSENHAGEN. Rekordzahlen für die Aufnahme von Tieren hat die Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen präsentiert – wieder einmal. Insgesamt 3382 Tiere haben die Pfleger im vergangenen Jahr aufgenommen, drei Viertel davon in dem halben Jahr zwischen April und September. „Die Sommermonate sind eine Herausforderung für unser Team in der Tierpflege“, sagte Stationsleiter Florian Brandes bei der Vorstellung des Stationsberichts im Rahmen der Hauptversammlung des Trägervereins im Gasthaus Gerland.

Bereits im Jahr 2017 war die Wildtierstation über ihre Grenzen hinaus ausgelastet. Zu diesem Zeitpunkt waren es 2494 aufgenommene Tiere – und damit 888 weniger als im jetzt abgelaufenen Jahr. 2016 lag die Zahl noch einmal darunter, da waren es 2459 Tiere.

Unter den zuletzt aufgenommenen Tieren befanden sich unter anderem 2444 Wildtiere und 761 Exoten, wie der Tierarzt weiter ausführte. Allein bei den einheimischen Wildtieren seien 599 Säugetiere und 1829 Vögel aufgenommen worden. Bei den Exoten habe es sich um 14 Säugetiere, 24 Vögel, 281 Reptilien und 292 Vogelspinnen gehandelt. Von den aufgenommenen Wildtieren konnten 50 Prozent wieder ausgewildert werden, von den Exoten wurden 80 Prozent an Zoos oder ähnliche zoologische Einrichtungen weitervermittelt.

Eines der außergewöhnlichen Tiere, die in der Wildtierstation untergekommen sind: ein weißes Eichhörnchen. Foto: pr.

Zahlen aus einem anderen Bereich stellte der Vereinsvorsitzende Uwe Wolters vor: Insgesamt haben im letzten Jahr etwa 2650 Personen die Station besucht und an Führungen teilgenommen, rund 3000 Besucher kamen zudem zum Sommerfest, das Ende August stattfand. Als erfreulich bezeichnete Wolters die Aufstockung des Personals in der Tierpflege: In dem Bereich konnten Karolin Schütte, die als Tierärztin arbeitet, und Tanja Roßberg als tierärztliche Fachangestellte eingestellt werden.

Bereits vor der Versammlung wurde eine Tradition gepflegt: Mitglieder und Freunde der Wildtierstation trafen sich auf dem Stationsgelände. Bei einem Rundgang informierte Stationsleiter Brandes über die neusten Entwicklungen, bauliche Maßnahmen und aktuelle Pflegetiere in der Wildtierstation.

So konnten sich die Gäste einen umfassenden Eindruck verschaffen – sie bekamen Informationen über die Umbaumaßnahmen für den neuen Schulungsraum, der mit Unterstützung des europäischen Leader-Programms gebaut wird. Auch der neue Labor- und Behandlungsraum wurde besichtigt, welcher mit Unterstützung des Verbandes Niedersächsischer Tierschutzvereine, der Bürgerstiftung Schaumburg und vieler privater Spenden ausgestattet werden konnte (wir berichteten). Ebenso wurde die neu eingerichtete Werkstatt im hinteren Geländeteil besichtigt. Im Zuge des Werkstattumzuges wurde eine Wasserleitung auf dem Bunkergelände verlegt, sodass die Werkstatt und die Tiergehege mit Wasser versorgt werden können.r




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