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Einziger Landkreis im Einzugsbereich der Arbeitsagentur Hameln mit gestiegenen Arbeitslosenzahlen

Schaumburg schwächelt

LANDKREIS. Während die Arbeitsagentur Hameln für ihren gesamten Geschäftsbereich, der die Landkreise Schaumburg, Holzminden und Hameln-Pyrmont umfasst, einen positiven Jahresabschluss zieht, fallen die Zahlen für Schaumburg weniger rosig aus. Nur hier gibt es mehr Arbeitslose gegenüber 2017.

veröffentlicht am 29.01.2019 um 12:29 Uhr
aktualisiert am 29.01.2019 um 13:33 Uhr

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Autor:

mira colic
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In der Geschäftsstelle Stadthagen lag die Arbeitslosenzahl im vergangenen Jahr im Durchschnitt bei 3642 – damit um 77 oder 2,2 Prozent mehr. Die Arbeitslosenquote stieg damit um 0,1 Prozent auf 6,0. Für die Geschäftsstelle Rinteln hat die Agentur einen Anstieg von zehn Arbeitslosen auf 1268 verzeichnet. Eine Auswirkung auf die Quote von 6,4 Prozent hatte dies indes nicht.

Cornelia Kurth, Leiterin der beiden Schaumburger Geschäftsstellen, will die gestiegnen Zahlen im Landkreis nicht zu negativ bewerten: „Im ersten Arbeitsmarkt haben alle profitiert.“ Der Anstieg resultiere bei einem genaueren Blick auf die Zahlen aus dem SGB II-Bereich, sprich Hartz IV. „Dies wiederum ist dem Umstand geschuldet, dass Schaumburg viel mehr Geflüchtete aufgenommen hat, die auch länger im Kreis wohnhaft geblieben sind, als etwa Hameln-Pyrmont oder Holzminden.“ Die Integrationsbemühungen in den Arbeitsmarkt hätten zwar bereits Erfolg gezeigt, „aber so schnell geht es eben nicht“. Zudem seien im Jahr 2018 ehemalige Mitarbeiter der Fränkischen Rohrwerke und des Kalibergwerks in Bokeloh in die Statistik eingeflossen.

Die erfreuliche Bilanz der Agentur für Arbeit, die mit 12 034 Arbeitslosen ein Minus von 369 (-3,0 Prozent) und einer auf 6,2 Prozent gesunkenen Arbeitslosenquote (-0,2) ausweist, rührt aus den Geschäftsstellen in Hameln, Bad Pyrmont und Holzminden, die alle weniger Arbeitslose als noch 2017 verzeichnet haben.

„Der Arbeitsmarkt im Weserbergland zeigte sich im Jahr 2018 robust und fortwährend stabil. In unserer Region ist die Beschäftigung kontinuierlich angestiegen. Mit knapp 120 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Jahresdurchschnitt konnten wir, im Vergleich zu den durchschnittlichen Jahreswerten der vergangenen Jahre, einen Höchststand erreichen“, sagt deswegen auch Gerhard Durchstecher, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hameln.

62,4 Prozent der Bevölkerung im Bezirk der Arbeitsagentur Hameln sind im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Im Juni 2018 waren davon 119 687 Personen als Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist dies eine Zunahme um 2,2 Prozent.

Basierend auf der aktuellen Regionalprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufs-forschung (IAB) sei damit zu rechnen, dass die Arbeitslosigkeit weiter abnehmen wird. „Nach jetzigem Stand gehen wir davon aus, dass im Jahresdurchschnitt 122 300 Menschen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen werden. Auch bei der Zahl der Arbeitslosen zeigt sich der gute Arbeitsmarkt: Die Prognose sieht im Mittel 7,4 Prozent weniger Arbeitslose als 2018 vor. Damit wären im Weserbergland im Jahresdurchschnitt noch rund 11 200 Menschen ohne Arbeit“, bilanziert Durchstecher.




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