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Hochzeiten, Firmenfeste, Jubiläen

Schaumburger leitet im Zoo Hannover das Veranstaltungsgeschäft

STADTHAGEN/HANNOVER. Wer im Zoo Hochzeiten, Jubiläen oder Firmenfeste feiern will, kommt an Björn Metzner nicht vorbei. Der 27-Jährige leitet das Veranstaltungsgeschäft – ein Job, der dem gebürtigen Stadthäger tierisch Spaß macht. Was macht er so den ganzen Tag lang? Wir haben ihn begleitet:

veröffentlicht am 25.03.2019 um 00:00 Uhr

Bussi: Seelöwendame Pamela knutscht Björn Metzner ab. Foto: Wilde

Autor:

Mirjana Cvjetkovic
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STADTHAGEN/HANNOVER. Wer im Zoo Hochzeiten, Jubiläen oder Firmenfeste feiern will, kommt an Björn Metzner nicht vorbei. Der 27-Jährige leitet das Veranstaltungsgeschäft – ein Job, der dem gebürtigen Stadthäger tierisch Spaß macht.

Verantwortung übernehmen? Davor hat sich Metzner eigentlich noch nie gescheut. „Mehr zu machen, mich einzubringen, das hat mich schon immer gereizt.“ Auch in leitender Funktion. Und die hat er seit gut drei Monaten inne, im Zoo Hannover ist der 27-Jährige Chef des Veranstaltungsgeschäfts. In seinem Team arbeiten sechs Leute. „Ich bin der Jüngste und der einzige Mann“, sagt er. Ist alles aber kein Problem: „Ich werde nicht als junger Bursche angesehen“, weiß er. Denn: Metzner hat seine berufliche Karriere im Zoo gestartet, gehört dort schon seit Anfang seiner Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann im Jahr 2011 zum Kollegium. Ein dreijähriges BWL-Fernstudium strebt er noch an.

Der 27-Jährige hat die Europaschule in Bad Nenndorf besucht, machte an dem Gymnasium 2010 sein Abitur. Anschließend absolvierte er ein Freiwilliges Soziales Jahr beim VfL Bad Nenndorf, wurde Übungsleiter beim Kinderturnen. Seine Leidenschaft ist der Sport und obwohl er mittlerweile in der hannoverschen Südstadt wohnt, spielt er noch Fußball beim MTV Rehren (defensives Mittelfeld).

Leidenschaft: In seiner Freizeit treibt Björn Metzner viel Sport – besonders gern Fußball beim MTV Rehren. Foto: pr.

Die Wege über das Gelände kennt er in- und auswendig, erinnert sich auch noch gut daran, wie er am ersten Arbeitstag eine selbst geschmierte Stulle vorm Orang-Utan-Gehege zu Mittag gegessen hat. „Ich arbeite in einem superschönen Umfeld“, schwärmt Metzner, der in all den Jahren aber gar nicht so richtig mitbekommen hat, dass er einen echten „Zooschritt“ draufhat. „Immer, wenn ich mit Familie und Freunden privat im Zoo bin, fordern sie mich auf, langsamer zu laufen.“

Jedenfalls organisiert der Eventmanager unterschiedliche Veranstaltungen in den verschiedenen Räumlichkeiten des Zoos. „Von zehn bis 3000 Personen ist alles möglich, es gibt eigentlich keinen Anlass, den man hier nicht feiern kann.“ Einen Raum, der besonders schön ist, ist der Prunksaal des Maharadschas, laut Metzner „das Juwel des Dschungelpalastes“.

Ein Motto für Events muss dann gar nicht mehr her. „Wir sind durch den Zoo ja bereits thematisiert.“ Heißt: Wer mag, kann Tiere miteinbeziehen, vom Rendezvous mit einem Erdmännchen, Pinguin oder Nashorn über eine exklusive Robbenshow und Eisbär-Fütterung ist alles möglich. Aber: „Das Wohl der Tiere steht stets im Vordergrund“, betont Metzner.

Er hat übrigens schon vier Heiratsanträge organisiert. Nicht ganz sein Aufgabenbereich, „aber wenn die Leute so nett am Telefon fragen, kann ich einfach nicht anders“. Dann kommt er natürlich auch gucken, wenn jemand seiner oder seinem Liebsten vor Publikum in der Showarena einen Antrag macht.

Und an noch eine ungewöhnliche Begebenheit erinnert er sich: Bei der Feier für eine Goldene Hochzeit hatten die Jubilare die Blumendeko vergessen. Er ist dann eine Stunde vor Eintreffen der Gesellschaft in die MHH gefahren, „die haben dort doch einen Blumenladen“. Und während die Gäste vom Eingang dann so langsam in Richtung Maharadscha-Saal losgegangen sind, verteilte der Eventmanager mit seinem Team noch flott die Blumen im Saal. Das nennt man wohl vollen Einsatz.

Im Urlaub geht Metzner übrigens auch gerne in den Zoo. So wie vor einiger Zeit im kalifornischen Santa Barbara. Aber nicht zwingend, um nach Elefanten und Giraffen Ausschau zu halten.

Sein Fokus liegt da eher auf den Veranstaltungsräumen: „Das Erste, was ich mache, ist mir den Raumplan anzusehen, nach Fluchtwegen zu schauen.“ Da muss er selbst lachen: „Ist eine kleine Macke von mir.“

Solange es nur das ist …




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