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Kraftwerk Veltheim: Verhandlungen für Übernahme

Schornsteine bleiben bis 2021

VELTHEIM. Erst in ungefähr zweieinhalb Jahren sollen die Schornsteine des Kraftwerks in Veltheim verschwinden. Das Kraftwerksgelände ist inzwischen verschönert, Beete sind angelegt worden.

veröffentlicht am 12.11.2018 um 18:20 Uhr

Die Schornsteine sollen in ungefähr zweieinhalb Jahren verschwinden. Foto: MT/Alexander Lehn
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VELTHEIM. Die Kraftwerksschornsteine in Veltheim werden wohl erst im Laufe des Jahres 2021 verschwinden. Das teilt die neu gegründete Entwicklungsgesellschaft GKW Veltheim mbH auf MT-Anfrage mit. Die Gesellschaft hat das Kraftwerk am 7. Juni übernommen und beschäftigt zurzeit sechs Mitarbeiter.

Das Büro ist in Senden, wo eine Firma von Christoph Sattler ihren Sitz hat. Das Unternehmen kümmert sich um Industrieversteigerungen und Verwertungen. Sattler ist Geschäftsführer des neuen Veltheimer Unternehmens.

Inzwischen wurde nach Angaben der Entwicklungsgesellschaft die elektrotechnische Versorgung des gesamten Kraftwerkareals umgelegt. Gebäude, die später abgebrochen werden sollen, wurden vom Stromnetz genommen, die zugehörigen Kabel verwertet und einige Maschinenteile verkauft. Alle anderen Gebäude, die weiter genutzt oder in Zukunft verkauft oder vermietet werden sollen, sind an das neue Ringverteilernetz angeschlossen.

Außerdem sei das Kraftwerksgelände verschönert worden. Der gesamte Eingangsbereich wurde nach dreieinhalb Jahren Stillstand aufgearbeitet und die Fassade zum Teil neu gestaltet. Auch seien Beete angelegt worden.

In den kommenden Monaten führt die GKW Veltheim mbH Verhandlungen mit zahlreichen Interessenten für die Übernahme von Grundstücken und Gebäuden. Neuansiedlungen seien möglich, ein genauer Zeitpunkt stehe noch nicht fest, dazu müsste die Änderung des Regionalplanes abgewartet werden. „Es werden bereits Angebote gesammelt und in enger Absprache mit den Städten Minden und Porta Westfalica gesichtet und sortiert“, teilt das Unternehmen mit.

Wie berichtet, soll auf dem Kraftwerk weder eine Biogasanlage errichtet noch Klärschlamm verbrannt werden. Das bekräftigte der technische Beigeordnete Stefan Mohme, als entsprechende Gerüchte in einer Ausschusssitzung aufgetaucht waren. MT/dh




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