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Klingel aus, Licht an, Fenster zu: Polizei gibt Tipps zum Thema Einbruchschutz

Schwere Zeiten für Langfinger

LANDKREIS. Tipps zum Thema Einbruchschutz hat die Stadthäger Polizei einem Dutzend Schaumburgern im Kreishaus gegeben. „Absoluten Schutz gibt es nicht – aber man kann es den Tätern schwer machen“, sagte Kriminaloberkommissar Ingo Bölling bei der Informationsveranstaltung auf Einladung der Jungen Union.

veröffentlicht am 24.01.2019 um 00:00 Uhr

Kriminaloberkommissar Ingo Bölling beantwortet die Fragen der Zuhörenden. Foto: tro
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LANDKREIS. Vom Abschalten der Klingel und Anschalten des Lichts bei Abwesenheit über die Absicherung von Türen und Fenstern hin zu Videokameras, Meldeanlagen und Smart-Home-Fernsteuerung sind die Möglichkeiten zur Vorbeugung vielfältig, wie Bölling berichtete. „Der mechanische Grundschutz muss bestehen, dann kann man sich über Elektronik Gedanken machen“, sagte er. Wichtig sei, dass Maßnahmen möglichst von zertifizierten Fachbetrieben ausgeführt würden. Ebenso wichtig: Eine gute Nachbar-Gemeinschaft, in der man miteinander spricht und bei ungewöhnlichen Beobachtungen die Augen offenhält.

Die meisten Einbrüche finden laut Kriminaloberkommissar Bölling in der dunklen Jahreszeit von etwa November bis März statt, vor allem zwischen Donnerstag und Samstag in der Zeit von 16 bis 22 Uhr. Am häufigsten werden demzufolge Fenster oder Türen auf Hausrückseiten aufgehebelt. Zwar lägen die aktuellen Zahlen noch nicht vor, doch sei ebenso zu beobachten, dass der Trend abwärtsgehe: Vor 25 Jahren verzeichnete die Polizei landkreisweit noch 677 Wohnungseinbrüche, im vergangenen Jahr waren es – geschätzt – rund 200.

Auch auf aktuelle Beobachtungen in der Region ging Bölling ein: Gaunerzinken, wie sie zuletzt in Messenkamp, Pohle und Hohnhorst entdeckt wurden, schätzte er als relativ ungefährlich ein. „Für professionelle Einbrecher lohnt sich das nicht. Die wollen schnelle Beute machen, da ist das Vorgehen mit solchen Zeichen zu langwierig.“

Sollte es trotz allem zu einem Einbruch kommen, gelte es, vier Punkte zu beachten: „Ruhe bewahren, keine Spuren vernichten, die Polizei rufen – und dem Täter immer eine Möglichkeit zur Flucht geben, sollte er noch im Haus sein“, riet Bölling. tro




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