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SEK Einsatz in Minden

SEK überwältigt 57-jährigen Straftäter in Todtenhausen

MINDEN-TOTDENHAUSEN (mt). Das Sondereinsatzkommando der Polizei hat am Donnerstagnachmittag einen 57-jährigen Mann in Todtenhausen überwältigt. Laut ersten Informationen der Polizei hatte er sich am Morgen telefonisch bei der Leitstelle gemeldet und behauptet einen Mord begangen zu haben. Sollte die Polizei versuchen ihn festzunehmen, würde er sein Wohnhaus anzünden.

veröffentlicht am 08.11.2018 um 18:21 Uhr

Das Sondereinsatzkommando hat am Donnerstagnachmittag einen 57-jährigen Mann in Todtenhausen überwältigt. Foto: Alex Lehn/mt
MINDEN-TOTDENHAUSEN (mt). Der 57-Jährige lebte seit Juni in einer Wohnung im Dorfgemeinschaftshaus. Die Einsatzkräfte rückten daraufhin mit einem Großaufgebot aus und sperrten die Todtenhauser Dorfstraße weiträumig ab.

Ein Sondereinsatzkommando und eine Verhandlungsgruppe aus Bielefeld versuchten den Mann zur Vernunft zu bringen. Gegen 14 Uhr überwältigten sie ihn in seiner Wohnung, zuvor hatte er sich mit einem Messer selbst am Hals verletzt. Er wurde von Einsatzkräften der Feuerwehr mit Hilfe einer Drehleiter durch ein Fenster aus seiner Dachgeschosswohnung geholt und ärztlich versorgt. Anschließend wurde der Mann ins Klinikum gebracht. Wie schwer seine Verletzungen sind, ist noch nicht bekannt, teilte die Polizei am Donnerstagnachmittag mit. Es gebe keine Hinweise darauf, dass der Mann tatsächlich jemanden ermordet haben könnte. Auch liege nahe, dass er das Haus nicht anzünden wollte. In der Wohnung befanden sich auch keine besonderen Brandbeschleuniger. Ob der Mann möglicherweise psychisch krank ist, lässt sich laut Polizei gegenwärtig noch nicht sagen. Seine Vernehmung ist derzeit nicht möglich. Weitere Personen wurden nicht verletzt. Außer dem Mann lebte niemand dort.

Laut MT-Informationen handelt es sich bei dem 57-Jährigen um einen Straftäter, der bereits aufgrund von Gewaltdelikten inhaftiert war. Er lebte erst seit Kurzem im Ort und war bisher nicht unangenehm aufgefallen.

Gegen 15.30 Uhr hob die Polizei die Straßensperrungen auf und die Einsatzkräfte rückten ab. Neben zahlreichen Beamten der Polizei Minden-Lübbecke waren auch SEK-Kräfte, eine Verhandlungsgruppe der Polizei, ein Notarzt, der Rettungsdienst und die Feuerwehr im Einsatz.

Nina Könemann/mt.




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