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Seggebruch: Land gibt 100 000 Euro für Mehrgenerationenpark

Soziales Projekt

SEGGEBRUCH. Für knapp acht Millionen Euro will der gemeinnützige Verein „Mehrgenerationenhaus Bückeburg“ einen „Mehrgenerationenpark“ in Seggebruch errichten lassen. Entstehen sollen dort acht Mehrfamilienhäuser mit Verbindungstrakt, in denen 32 Mietwohnungen untergebracht werden; mehr als die Hälfte der Wohnungen sollen Sozialwohnungen sein.

veröffentlicht am 21.02.2018 um 19:29 Uhr

Dr. Carola Reimann (M.) übergibt den Förderbescheid an Manuela Tarbiat-Wündsch. Mit auf dem Bild: Schirmherr Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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Das Land unterstützt das Vorhaben mit einem Förderzuschuss in Höhe von 100 000 Euro, der konkret zur Finanzierung einer „inklusiven und ambulant betreuten“ Drei-Senioren-Wohngemeinschaft bestimmt ist. Oder wie es im Amtsdeutsch genau heißt: Gefördert wird „die Schaffung von altersgerechtem und pflegerischem Wohnumfeld“!

Das Fördergeld stammt aus einem mit „Wohnen und Pflege im Alter“ überschriebenen, mit einer Million Euro gefüllten Fördertopf des Landes, erklärte die Niedersächsische Sozialministerin Dr. Carola Reimann (SPD) anlässlich einer Feierstunde im Schloss Bückeburg, bei der sie dem Verein den Förderbescheid überreichte. Zugegen waren die Vereinschefin und Initiatorin Manuela Tarbiat-Wündsch sowie Hausherr Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe, der die Schirmherrschaft für das Projekt Mehrgenerationenpark übernommen hat; außerdem einige Vertreter der lokalen Politik und andere Befürworter des Vorhabens.

Wie Reimann weiter berichtete, werden im Rahmen des Förderprogrammes insgesamt Projekte mit jeweils 100 000 Euro bezuschusst. Damit wolle man entsprechende „Weichenstellungen“ mit beeinflussen und Investoren helfen, besondere Ideen in Sachen „Wohnen und Pflege im Alter“ zu verwirklichen. Denn aufgrund der gesellschaftlichen und demographischen Entwicklung werde es hierzulande in Zukunft mehr Menschen gegeben, die auf Pflege und Unterstützung im Alter angewiesen seien, so die Sozialministerin erläuternd.

Den von dem Verein „Mehrgenerationenhaus Bückeburg“ geplanten Mehrgenerationenpark bezeichnete Reimann als ein „überzeugendes, stimmiges Gesamtkonzept, das aus ganz vielfältigen Komponenten zusammengesetzt ist“ und von viel bürgerschaftlichem Engagement getragen sei.

„Vielen Dank für den Einsatz und die Ausdauer“, würdigte Reimann das Engagement des Vereins und dessen Unterstützer. Dies verband die SPD-Politikerin mit der Hoffnung, dass der Verein nach Fertigstellung des Bauvorhabens viele zufriedene Bewohner in dem Mehrgenerationenpark haben möge. Und, bezogen auf jenen sozialen Gedanken hinter diesem Projekt, gemäß dem sich die späteren Bewohner im Sinne eines Netzwerkes gelegentlich auch gegenseitig helfen sollen, meinte sie: „Ich glaube, es geht nur mit solch guter Nachbarschaft in Zukunft!“

Zuvor hatte Tarbiat-Wündsch in einem kurzen Beamer-Vortrag das Konzept des angedachten Mehrgenerationenparkes vorgestellt. Dabei informierte sie, dass der Verein als Architekt vor Ort das Obernkirchener Architekturbüro „VISION 12! Projektentwicklungs- und Planungs-GmbH“ mit ins Boot geholt hat. Geplant wird das Objekt indes nach wie vor von dem in Münchner ansässigen Architekturbüro „eap Architekten. Stadtplaner PartGmbH“.

Baubeginn soll laut Tarbiat-Wündsch nach Möglichkeit noch in diesem Jahr, spätestens aber im Frühjahr 2019, sein. Als Bauzeit sind 15 Monate kalkuliert.

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