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Erneut Park- und Verkehrschaos am Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Stadt Porta will hart durchgreifen

PORTA WESTFALICA. Das erneute Park- und Verkehrschaos am vergangenen Wochenende am Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Barkhausen erzürnt die Gemüter. Für Portas Bürgermeister Bernd Hedtmann (parteilos) ist klar: „Wir werden notfalls die Prioritäten bei der Ordnungsbehörde verschieben. Dazu bin ich mittlerweile bereit“, sagte er unmissverständlich und mit Nachdruck während der Ratssitzung am Montag.

veröffentlicht am 26.02.2019 um 17:41 Uhr
aktualisiert am 26.02.2019 um 19:18 Uhr

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Laut Hedtmann wird das Ordnungsamt künftig verstärkt geparkte Autos in den Anwohnerstraßen unterhalb des Denkmals überwachen und Verstöße ahnden. Als Beispiel nannte er die Alte Fährstraße. „Dort haben wir absolutes Halteverbot ausgeschildert. Aber das interessiert niemanden.“ Das ärgert den Bürgermeister: „Solch ein Parkverhalten verursacht natürlich schlechte Stimmung bei den Anwohnern, ist doch klar.“

Am Sonntag seien sowohl die rund 160 Parkplätze am Denkmal als auch die etwa 170 Stellflächen am Kaiserhof voll belegt gewesen – und einige Anwohnerstraßen seien zugeparkt gewesen. „Wir haben die Kaiserstraße zeitweise unten abgeriegelt und spontan kurz vor dem Wochenende entschieden, den Shuttle-Bus einzusetzen“, erklärte Hedtmann. Er sei „wirklich zuversichtlich“, dass es in den kommenden Tagen einen Fahrplan und zum 1. April eine umfangreiche Lösung geben werde. „Mehr will ich dazu im Moment noch nicht sagen.“

Auch an dem Thema Tempo 30 will Hedtmann dranbleiben, versprach er während der Ratssitzung. „Wir sind zwar schon zweimal bei der oberen Behörde abgeblitzt, aber wir geben nicht auf“, betonte er. Nun will die Stadt dort eine Tempoanzeige aufstellen, die den Autofahrern die gefahrene Geschwindigkeit anzeigt und speichert – jedoch nicht ahndet wie ein Blitzer. „Ich bin mir sicher, dass die Ergebnisse der Behörde zeigen werden, dass dort dringend eine Reduzierung des Tempos erforderlich ist“, erklärte der Bürgermeister.

Indes reißt die Kritik an einer „Fehlplanung“ der Parkplätze für das sanierte Denkmal samt Besucherzentrum und Gastronomie nicht ab. Fragen wie: „Hat denn niemand mit einem solchen Besucheransturm an Schönwetter-Tagen gerechnet?“ werden wieder lauter. Und die wiederholten Chaostage zeigen, dass sich die Besucher deutlich mehr Parkplätze in direkter Nähe zum Denkmal wünschen. Bei der angekündigten großen Lösung der Stadtverwaltung soll es dem Vernehmen nach darum gehen, vor allem die Belastung der Kaiserstraße durch Autoverkehr zum oberen Parkplatz zu entschärfen. MT




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