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Stadthagen: 20-jähriger Mann soll 14-Jährige vergewaltigt haben

Gegen einen jungen Mann aus Stadthagen ermittelt derzeit die Staatsanwaltschaft Bückeburg. Der 20-jährige Afghane soll eine 14-Jährige vergewaltigt haben. Die Jugendliche hatte sich der Betreuerin einer Jugendeinrichtung anvertraut. Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft, aber bereits polizeibekannt.

veröffentlicht am 07.05.2020 um 20:16 Uhr

Stadthagen. Die Polizei ermittelt derzeit gegen einen 20-Jährigen. Der junge Mann soll in seiner Wohnung in Stadthagen eine 14-Jährige vergewaltigt haben. Die Betreuerin einer Jugendeinrichtung in der Kreisstadt hatte den Vorfall am Samstag der Polizei gemeldet, nachdem sich die Jugendliche, die dort lebt, ihr anvertraut hatte. Das teilt die Staatsanwaltschaft Bückeburg auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Nach Aussage der 14-Jährigen war sie Samstagnachmittag bei dem 20-Jährigen zu Besuch. Die beiden sollen sich flüchtig kennen. In der Wohnung soll der Mann dann die Bekannte missbraucht haben. Das zumindest gibt die Stadthägerin gegenüber der Polizei an.

Nach der Anzeigenerstattung beantragten die Ermittlungsbehörden einen Durchsuchungsbefehl für den mutmaßlichen Tatort. Dem gab ein Richter statt. Die Beamten nahmen den Mann am Abend vorläufig fest, durchsuchten dessen Wohnung und sicherten Spuren. Dabei stießen die Polizisten auf Drogen, allerdings in geringen Mengen.

Dennoch muss sich der gebürtige Afghane auch deswegen verantworten. Während der Mann vernommen wurde, wurde die Jugendliche zur Rechtsmedizin nach Hannover gefahren. Mediziner untersuchten sie und sicherten weitere Spuren. Nach der Vernehmung konnte der Beschuldigte die Polizeiwache wieder verlassen. Wie Staatsanwalt Nils-Holger Dreißig mitteilt, besteht gegen den Mann kein dringender Tatverdacht, außerdem liegen keine Gründe für Untersuchungshaft vor. Das sei aber ein übliches Vorgehen bei Vorfällen wie diesem. Zu den Vorwürfen schweigt der 20-Jährige. Die weiteren Ermittlungen hat nun das Fachkommissariat 1 in Nienburg übernommen. Ob und welche Verletzungen das mutmaßliche Opfer erlitten hat, konnte Dreißig nicht sagen. Nach Angaben der Polizei erlitt die Jugendliche keine äußerlichen Blessuren.

Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft, aber polizeibekannt – unter anderem wegen Betruges. Die Polizei ermittelt gegen ihn jetzt wegen des Verdachtes der Vergewaltigung sowie Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Von Verena Gehring




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