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Zusammenhang mit Ausbruch im Diakonie-Heim

Starker Anstieg im Kreis Minden-Lübbecke: 16 Corona-Neuinfektionen

MINDEN.  Die Anzahl der am Corona-Virus erkrankten Personen ist von Mittwoch auf den heutigen Donnerstag stark angestiegen. Derzeit sind 65 Personen aus dem Kreis Minden-Lübbecke infiziert. Dies hängt vor allem mit dem Ausbruch im Diakonie-Heim "Morgenglanz" zusammen.

veröffentlicht am 07.05.2020 um 14:02 Uhr

Wie Kreis-Pressesprecherin Sabine Ohnesorge am Donnerstag mitteilt, gibt es insgesamt 450 durch Labortests bestätigte Fälle (Stand: 7. Mai, 11 Uhr). 378 Personen gelten als wieder genesen. Sieben Personen sind im Kreis Minden-Lübbecke in Zusammenhang mit dem Corona-Virus verstorben. Demnach sind aktuell 65 Personen infiziert - am Tag zuvor waren es lediglich 50. Vor einer Woche, also am Donnerstag, 30. April, lag die Zahl der laborbestätigten Corona-Fälle bei 422. Innerhalb dieser Zeit ist die Anzahl der Neu-Infektionen also um 28 gestiegen. Dies bedeutet für den Kreis Minden-Lübbecke (ca. 312.000 Einwohner), dass die Zahl von 50 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche noch deutlich unterschritten ist. Die Zahl der Neu-Infektionen von gestern auf heute ist um 16 gestiegen.

Im Johannes Wesling Klinikum Minden werden aktuell 13 Patienten auf den Isolationsstationen behandelt. Ein Patient im JWK muss beatmet werden und befindet sich auf der Intensivstation. Im Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen werden derzeit vier Covid-19-Patienten behandelt: Ein Patient befindet sich auf der Intensivstation, drei weitere Patienten auf der Normalstation in isolierter Behandlung.

13 Bewohner und 13 Mitarbeitende im Altenpflegeheim positiv getestet

Im Altenpflegeheim Haus Morgenglanz in Minden sind aktuell 13 Bewohner sowie 13 Mitarbeitende positiv getestet worden, weitere Testergebnisse stehen noch aus. Wie Kreis-Pressesprecherin Sabine Ohnesorge auf MT-Anfrage mitteilt, bedeutet die Anzahl der 16 kreisweiten Neu-Infektionen, dass vermutlich zehn Mitarbeiter des Altenheims nicht im Kreis Minden-Lübbecke gemeldet seien. "Die Heimbewohner werden im Normalfall alle nach Minden umgemeldet, wenn sie zuvor einen anderen Wohnsitz hatten", erklärt Ohnesorge.

Das Gesundheitsamt des Kreises habe bereits eine Reihe von Maßnahmen angeordnet, die zurzeit von der Einrichtung umgesetzt werden. Bereits gestern hatte das Gesundheitsamt angeordnet, dass alle Mitarbeitenden und Bewohner des Hauses getestet werden. Wenn alle Ergebnisse der Testungen vorliegen, wird das Gesundheitsamt soweit erforderlich, weitere Maßnahmen in die Wege leiten.

Der Krisenstab stellt sich darauf ein, dass die Zahl der behandlungsbedürftigen Bewohner steigen wird. Ausbrüche dieser Art würden auch in der medizinischen Versorgung immer wieder erhöhte Kapazitäten binden. „Dieser neue Ausbruch zeigt, dass wir überhaupt nicht glauben sollten, dass wir das Virus im Griff haben. Es ist weiter aktiv, und gerade angesichts der vielen Lockerungen können wir nur weiter an alle Bürgerinnen und Bürger appellieren, sich nach wie vor an die Abstands- und Hygieneregeln zu halten und persönliche Kontakte so weit wie möglich einzuschränken", sagt Landrat Dr. Ralf Niermann.




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