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Steter Tropfen höhlt den Stein

Obernkirchen. Nicht immer erschließt sich dem Betrachter ein Kunstwerk auf den ersten Blick. Man schaut es an, geht vielleicht drum herum, um es aus einem anderen Winkel, einer anderen Perspektive, in Augenschein zu nehmen, kommt aus der Distanz aber nicht weiter. In etwa so könnte es manch einem der Besucher des auf dem Kirchplatz über die Bühne gehenden Internationalen Bildhauer-Symposiums Obernkirchen (IOBS) gehen, die sich die zum Ende des zweiwöchigen Events fertiggestellte Skulptur der Italienerin Antonella Tiozzo anschauen.

veröffentlicht am 01.09.2015 um 12:13 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:32 Uhr

Tiozzo

Obernkirchen. Nicht immer erschließt sich dem Betrachter ein Kunstwerk auf den ersten Blick. Man schaut es an, geht vielleicht drum herum, um es aus einem anderen Winkel, einer anderen Perspektive, in Augenschein zu nehmen, kommt aus der Distanz aber nicht weiter. In etwa so könnte es manch einem der Besucher des auf dem Kirchplatz über die Bühne gehenden Internationalen Bildhauer-Symposiums Obernkirchen (IOBS) gehen, die sich die zum Ende des zweiwöchigen Events fertiggestellte Skulptur der Italienerin Antonella Tiozzo anschauen.
Von außen betrachtet, wird es nämlich bloß eine gut zwei Meter hohe, „organisch“ geformte Stele aus Sandstein sein, die aus zwei Hälften zusammengesetzt sein wird. Und zwar aus einem langen Unterteil und einem stellenweise knirsch darauf aufliegenden kurzen Oberteil. Was dieses Kunstwerk darstellen respektive was für eine Geschichte es erzählen soll, wird jedoch nur derjenige erkennen, der nah herangeht und durch eine der kleinen seitlichen Öffnungen hineinschaut. In dem dortigen Hohlraum werden nämlich von der Decke hängende Wassertropfen (oder sind es gar schon kleine Stalaktiten?) sowie – am Boden der kleinen Höhle – von heruntergefallenen Wassertropfen verursachte Wellenringe inmitten einer stilisierten Wasserfläche zu entdecken sein.




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