weather-image
12°

Präventionstage an der IGS Rodenberg: Neuntklässler kümmern sich Tag und Nacht um computergesteuerte Babys

Teenager-Eltern auf Probe

RODENBERG. Cybermobbing, Suchtvorbeugung und Verhütung: Es sind Themen wie diese, die im Unterrichtsplan allzu häufig auf der Strecke bleiben – und viele Jungen und Mädchen doch ganz besonders beschäftigen. Bei den Präventionstagen, die an der IGS Rodenberg seit Jahren direkt nach den Winter-Zeugnisferien stattfinden, wurden Inhalte wie diese nun wieder in den Mittelpunkt gerückt.

veröffentlicht am 06.02.2019 um 15:02 Uhr

Maray Wlotzka (15) und ihre Mitschüler haben im Windelwechseln bereits am zweiten Tag der Aktion Routine erlangt. foto: lht
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Dafür hatte die Schule externe Experten eingeladen und für jede Jahrgangsstufe ein eigenes Programm ausgearbeitet. So sollen die Jugendlichen auf die Zeit nach der Schule vorbereitet werden.

„In den Präventionstagen wird jede unserer 30 Klassen bedient“, erklärt Liane Wolf-Rolle, die als Schulsozialpädagogin an der IGS tätig ist und die Aktion seit acht Jahren betreut – neben all den anderen Anliegen natürlich, mit denen die 830 Schüler der IGS, deren Eltern oder auch Lehrer auf sie zukommen.

Die fünften Klassen wurden über einen besonnenen Umgang mit dem Internet informiert, in der sechsten Jahrgangsstufe stand das Thema Rauchen im Mittelpunkt. Aber auch für Gewaltprävention, Bewerbungstrainings und den traditionellen Tanzkurs der Abschlussklasse war von Montag bis Mittwoch Zeit. In vielen Fällen konnten die Schüler zwischen verschiedenen Angeboten wählen.

So auch in Jahrgangsstufe 9. Dort nahmen mehrere von ihnen am sogenannten Schnulleralarm-Projekt teil. Eine Aktion, bei der die Neuntklässler sich über mehrere Tage um ein computergesteuertes Baby kümmern mussten. Die Puppe mit einem Fläschchen stillen, wenn sie Hunger hat. Sie in der Babyschale durch die Welt tragen, dabei womöglich auch neugierigen Blicken standhalten und natürlich Windeln wechseln, Windeln wechseln, Windeln wechseln. Wenn es sein muss, auch nachts.

Manche Schüler wurden dabei gleich mehrfach aus dem Schlaf gerissen. So stressig hatten sich viele die Probezeit als Teenager-Eltern nicht vorgestellt. Ihre Erfahrungen kamen im Austausch mit Kreisjugendpfleger Andreas Woitke und Ingetraud Wehking vom Beratungszentrum Basta zur Sprache, bei dem es auch um Themen wie Lebensplanung oder Verhütung ging.lht




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare