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Zoos und Tierparks

Tipps für den Osterausflug in Schaumburg und Umgebung

Tierparks und Zoos in Niedersachsen sind nach Voranmeldung für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Bei den Freilichtmuseen kommt es auf die aktuelle Inzidenzzahl der Kommune an. Überall gelten zum Schutz vor Corona strenge Hygienevorgaben. Wir geben euch einen Überblick, wo ihr an Ostern mit der Familie hinfahren könnt.

veröffentlicht am 02.04.2021 um 14:32 Uhr

HannoverDer bekannte Appell gilt weiterhin: Reisen – auch Tagestouren – insbesondere zu touristischen Hotspots etwa an der Küste oder im Harz, sollten in der Pandemiezeit vermieden werden. Allerdings gibt es vertretbare Ausnahmen und damit Möglichkeiten für Familien, gerade jetzt in den Osterferien der Eintönigkeit des Corona-Alltags für kurze Zeit zu entfliehen. An diesen Ausflugszielen gelten natürlich strenge Vorgaben und ausgefeilte Hygienekonzepte. So hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg entschieden, dass eine Schließung von Tierparks selbst bei hohen Corona-Inzidenzzahlen in der Kommune unverhältnismäßig wäre und nicht zu rechtfertigen ist. Bei den ebenfalls zum Teil geöffneten Freilicht- und anderen Museen hängt die Öffnung dagegen von der Inzidenz ab – diese muss sieben Tage hintereinander unter 100 liegen.

Oberverwaltungsgericht hält Tierparks für sicher

Alle Zoos, Tierparks und botanische Gärten dürfen seit dem 8. März öffnen. Voraussetzung ist ein entsprechendes Hygienekonzept, die Steuerung des Besucherstroms sowie die Dokumentation der Kontaktdaten. Das OVG setzte am 19. März die eigentlich vom Land geplante erneute Schließung der Tierparks in Hochinzidenzkommunen per Eilbeschluss außer Kraft. Das Infektionsrisiko bei Aufenthalten im Freien sei vergleichsweise gering und könne durch mildere Maßnahmen reduziert werden, hieß es zur Begründung. Die klassischen Freizeitparks müssen dem Beschluss zufolge aber geschlossen bleiben. Hier sei unklar, ob etwa in Fahrgeschäften oder Warteschlangen der Infektionsschutz gewährleistet wäre.

Spontane Besuche in Zoos sind allerdings so gut wie unmöglich. Im Voraus müssen in der Regel über die jeweilige Internetseite feste Einlasstermine oder Zeitfenster gebucht werden. Noch sind für die kommenden Tage viele Termine offen.

Zoo Hannover: Vorerst nur mit Jahreskarte

„Wir sind über Ostern noch nicht ausgebucht“, versichert Simone Hagemeyer, Sprecherin des hannoverschen Zoos. Vorläufig ist der Zoo jedoch nur für Jahreskartenbesitzer geöffnet. Diese können online unter www.zoo-hannover.de ein Zeitfenster für ihren Einlass vormerken lassen. Sind sie einmal im Zoo, dürfen sie den restlichen Tag dort verweilen. Mit dieser Regelung könnten Abstände problemlos eingehalten werden, sagt die Sprecherin. Nicht so schön sei allerdings, dass manche Inhaber von Jahreskarten gleich mehrere Termine buchten und dann zum Teil verfallen ließen. „Wir appellieren da an die Fairness.“

Wisentgehege und Saupark Springe: Mit Vorführungen

Im Nordosten des Sauparks Springe am Deister liegt das Wisentgehege. In dem Wildpark sind die Wisente als Europas größte Landsäugetiere zu beobachten. Auch Wildpferd, Elch, Rotwild, Muffelwild, Fischotter, Bär, Wolf und Vielfraß haben dort ihren Platz. Uhu und Steinadler fühlen sich in dem ummauerten Waldgebiet ebenfalls wohl. Besucher müssen einen Termin reservieren (unter www.wisentgehege-springe.de). Die Karten gibt es dann an der Kasse. Maskenpflicht gilt auf dem Parkplatz, am Eingang, bei Flugvorführungen und Wolfspräsentationen, an den Ausgaben mit Essen zum Mitnehmen und den Toiletten. Erwachsene zahlen 12 Euro, Kinder ab drei Jahre 8 Euro.

Serengeti-Park: Fahrt durch die Tierwelt

Im Serengeti-Park Hodenhagen (Heidekreis) ist das sogenannte Tierwelt-Gelände geöffnet. Solange Achterbahn, Riesenrad und die anderen Fahrgeschäfte im Freizeitbereich geschlossen bleiben müssen, gelten ermäßigte Preise (für Erwachsene ab 18,50 Euro für ein Nachmittags-Onlineticket). Der Tierpark mit kilometerlangen Wegen durch die Lebensräume exotischer Tiere wie Giraffen, Löwen und Elefanten kann per Durchfahrt im eigenen Auto oder in einem der parkeigenen Doppeldeckerbusse erkundet werden. Zwischendurch lassen sich zu Fuß an der frischen Luft unter anderem die Affen bewundern. Toiletten stehen zur Verfügung. Eine Anmeldung unter www.serengeti-park.de ist nicht erforderlich, beschleunigt aber den Einlass. Besucher müssen entsprechend der Corona-Vorschriften ihre Kontaktdaten hinterlegen.

Weltvogelpark: Schautraining statt Flugshow

Mit mehr als 4000 Vögeln aus allen Kontinenten ist der Weltvogelpark Walsrode im Heidekreis der größte Vogelpark der Welt. Flugshows sind momentan nicht möglich, doch über den Tag verteilt finden auf der Flugshow-Wiese Trainingseinheiten statt. Anmeldungen im Internet unter www.weltvogelpark.de. Besucher ab 13 Jahre zahlen 24 Euro, es gibt auch Familien- und andere vergünstigte Karten.

Otterzentrum: Spannendes und Lehrreiches

Auf dem weitläufigen Freigelände des Otterzentrums in Hankensbüttel (Kreis Gifhorn) sind die wendigen Fischotter, die Namensgeber der Anlage, die Lieblinge der Gäste. Doch auch über Steinmarder, Baummarder und andere in der Heide heimische Tiere können Kinder und auch Erwachsene viel lernen. Wegen der Pandemie können die kommentierten Schaufütterungen zurzeit nicht angeboten werden, weil sich dabei zu viele Interessierte ballen würden. Es wird aber regelmäßig Beschäftigungsfutter in den Gehegen ausgelegt. Anmeldungen sind notwendig, die Tickets sind im Internet unter otterzentrum.de/ zu buchen. Erwachsene zahlen 11 Euro, Kinder ab vier Jahre und Jugendliche 7 Euro.

Wolfcenter Dörverden: Führungen finden weiterhin statt

Im Wolfcenter Dörverden lässt sich viel erfahren über die faszinierenden Raubtiere, die in den vergangenen Jahren auch in Niedersachsen wieder heimisch geworden sind. Das Wolfskompetenzzentrum im Kreis Verden ist überzeugt, dass ein konfliktarmes Miteinander zwischen Mensch und wild lebenden Wölfen in Deutschland möglich ist. In dem waldreichen Gelände finden weiterhin Führungen statt, dabei sollen Besucherinnen und Besucher möglichst einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Ansonsten gilt im Außenbereich keine Maskenpflicht. Im Gebäude sind Maske und ein Abstand von 1,50 Meter zu anderen nötig. Eine Anmeldung per E-Mail aninfo@wolfcenter.de mit Nennung einer Kontaktperson, Besuchsdatum, Ankunftszeit, Personenzahl, Adresse und Telefonnummer ist erforderlich. Besucher ab 13 Jahre zahlen 15,90 Euro, eine Familienkarte (zwei Erwachsene und zwei Kinder von drei bis zwölf Jahren) kostet 44,90 Euro.

Dino-Park Münchehagen: Abhängig vom Inzidenzwert

Der Dino-Park in Münchehagen ist ein Freilichtmuseum. Da die Corona-Inzidenz im Landkreis Nienburg unter 100 liegt, darf er öffnen und kann derzeit mit Terminbuchung über die Internetseite (www.dinopark.de) besucht werden. „Das klappt gut und ist sehr entspannt“ , sagt der wissenschaftliche Leiter Nils Knötschke. Es kann allerdings – wie auch bei den anderen Parks – aufgrund der Abstands- und Kontaktregeln zu Einschränkungen und längeren Wartezeiten etwa beim Einlass in Servicebereiche oder auf Spielplätze kommen. Ansonsten stehen auf dem 60.000 Quadratmeter großen Freigelände zwei Kilometer Wege zur Verfügung. Zu bestaunen sind neben zahlreichen urzeitlichen Modellen auch bei Grabungen entdeckte Spuren von einst in der Gegend heimischen Dinosauriern. Besucher ab 13 Jahre zahlen 13,50 Euro, Kinder von vier bis zwölf Jahren 11,50 Euro.

Museumsdorf Hösseringen: 13 Hektar bieten viel Platz

„Hier ist genug Platz, um sich aus dem Weg zu gehen“, sagt Ann-Christin Lepper vom Museumsdorf Hösseringen. 30 historische Gebäude verteilen sich auf einem 1,3 Hektar großen Gelände bei Suderburg im Kreis Uelzen. Obwohl die üblichen Mitmachaktionen in der Pandemiezeit nicht stattfinden können, lassen sich schöne Einblicke in traditionelle niedersächsische Bauweisen und alte Handwerkstechniken gewinnen. „Interessant ist es bei uns für Menschen ab sechs Jahre bis weit ins Seniorenalter“, sagt Lepper. Vorgeschrieben ist zurzeit eine Anmeldung für ein dreistündiges Zeitfenster unter Telefon (0 58 26) 17 74, montags bis freitags von 8 bis 14 Uhr, oder per E-Mail an info@museumsdorf-hoesseringen.de. Erwachsene zahlen 6 Euro, Kinder bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Die Öffnung des Museums ist abhängig vom Inzidenzwert im Landkreis Uelzen.

Externsteine und Hermannsdenkmal können wieder bestiegen werden

Das Hermannsdenkmal und die Externsteine können ab Karfreitag, 2. April 2021, wieder bestiegen werden. An beiden Denkmälern ist es ab dann wieder möglich, Termine für eine Besteigung zu buchen, teilt der Landesverband Lippe mit. Es gelten jedoch bestimmte Voraussetzungen. Zum einen müssten die üblichen Hygienemaßnahmen (Medizinische Maske, Abstandsregeln) eingehalten werden, heißt es. Die Besucher müssten zudem ihre Kontaktdaten zur Rückverfolgung hinterlassen und einen negativen, bestätigten Corona-Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden sein darf, vorweisen. Ein persönlich durchgeführter Selbsttest werde nicht anerkannt. Zum Artikel.

Von Gabriele Schulte




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