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Obduktionsergebnis des Kadavers aus der Domäne widerlegt illegale Hundekämpfe als Todesursache

Toter Terrier offenbar eingeschläfert

STADTHAGEN. Bei dem toten Staffordshire Terrier, den eine Stadthägerin in einem Waldstück gefunden hat, handelt es sich offenbar nicht um ein Opfer von illegalen Hundekämpfen. Das hat die Obduktion des Kadavers in der Tierärztlichen Hochschule Hannover ergeben.

veröffentlicht am 27.12.2019 um 17:00 Uhr

Wie Polizeisprecher Axel Bergmann mitteilt, liegen keine Hinweise auf Verletzungen vor, die für die Kämpfe üblich sind. Die Wunden des Terriers stammen nach Ansicht der Mediziner eher nicht von schweren Hundebissen, wie sie bei Hundekämpfen entstehen. Vielmehr sei der Vierbeiner eingeschläfert worden.

Wie berichtet, hat eine Spaziergängerin den Kadaver eines Hundes Anfang Dezember in der Feldmark nahe der Domäne Brandenburg entdeckt. Das Tier wies etliche Bisswunden auf. Außerdem hatte das Tier blaue Farbe an Kopf und Pfoten. In Tierschützerkreisen kam schnell die Vermutung auf, dass ein Unbekannter den Staffordshire Terrier nach einem illegalen Hundekampf weggeworfen hat. Derweil hat der Tierschutzverein Rodenberg/Bad Nenndorf 1000 Euro Belohnung ausgesetzt. Das Geld soll derjenige bekommen, der den Hinweis zum Ergreifen des Besitzers des toten Hundes geben kann.

Zwar sei ein Hundekampf nicht ausgeschlossen, aber die Mediziner gehen eher nicht davon aus. Woher allerdings die Verletzungen am Körper stammten, ist unklar. Bergmann glaubt derweil nicht, dass noch weitere Untersuchungen in der Hochschule folgen. Alles in allem müsse auch dabei die Verhältnismäßigkeit gewahrt werden.

Obwohl die Polizei derzeit keine Spur hat, die zum Besitzer führt, dauern die Ermittlungen an. Im Raum stehen der Verstoß gegen das Tierschutzgesetz sowie der Verstoß gegen abfallrechtliche Bestimmungen. Sollten die Beamten den Halter des Terriers ermitteln, erwartet diesen neben den strafrechtlichen Ermittlungen auch die Rechnung der Obduktion und Untersuchungen an der Tierärztlichen Hochschule. „Das gilt das Verursacherprinzip“, betont Bergmann. Andernfalls muss das Veterinäramt als Auftraggeber, also der Landkreis, also am Ende der Steuerzahler für die Kosten aufkommen.

Wer Hinweise zu dem toten Staffordshire Terrier aus der Domäne Brandenburg geben kann, sollte sich auf der Wache in Stadthagen melden, Telefon (0 57 21) 4 00 40.




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