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Koordinierungsstelle neu besetzt

Trägerschaft nun durch drei Landkreise

Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden – gleich drei Landkreise übernehmen ab sofort die Trägerschaft der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft. Mitten in Rinteln können sich dort nun Frauen beraten lassen, die erfolgreich in den Beruf zurückkehren wollen. Ein neuer Schwerpunkt ist die Beratung für geflüchtete Frauen.

veröffentlicht am 20.02.2019 um 10:09 Uhr
aktualisiert am 20.02.2019 um 11:00 Uhr

Das Team aus Mitarbeitern der Koordinierungsstelle, Gleichstellungsbeauftragten und Wirtschaftsförderern der Landkreise Schaumburg, Holzminden und Hameln-Pyrmont nimmt ab sofort seinen Betrieb auf. Foto: gal

Autor:

Gloria Lucie Alter
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RINTELN. Frisch ans Werk: Seit dem neuen Jahr abgekoppelt von der Weserbergland-AG, befindet sich die Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft ab jetzt unter Trägerschaft des Landkreises Schaumburg. Eine Neuerung ist der Bereich der Beratung, wo geflüchtete Frauen beraten sollen, um die Integration dieser zu fördern. Hasna Haidar wird diese Aufgabe künftig übernehmen und ist dafür in Teilzeit angestellt.

Das neue Team um Projektleitung Juliane Rohlfing hat seinen Standort in der Klosterstraße und ist für Kundinnen aus dem Landkreis Schaumburg, sowie für die Landkreise Hameln-Pyrmont und Holzminden zuständig. Neben Rohlfing wird mit Marina Groppe nur eine weitere Vollzeitkraft für verwalterische Tätigkeiten angestellt. Haidar arbeitet auf Teilzeit. Dennoch sieht sich die Koordinierungsstelle ihrer Aufgabe gewachsen.

Das Team der Koordinierungsstelle, die Gleichstellungsbeauftragten und die Wirtschaftsförderer aller drei Landkreise erachten ihre Arbeit als wichtigen Schritt in Richtung der vollkommenen Gleichberechtigung von Frau und Mann. Die Beratung richtet sich an „Frauen, die den Wiedereinstieg in den Beruf nach der Elternzeit oder der Pflege von Angehörigen anstreben, sich neu orientieren möchten oder von der Arbeitslosigkeit bedroht oder betroffen sind“, erklärte Projektleiterin Rohlfing. Vor allem solle den Frauen der Weg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung geebnet werden. „Wir werden die Vernetzung in den Mittelpunkt stellen“, so Rohlfing. Besonders soll daher die Zusammenarbeit mit Unternehmen gefördert werden. Zusätzlich können Frauen aber auch in ihrer Selbstfindung und Stressbewältigung gefördert werden. Es werde auch möglich sein, die Bewerbungsunterlagen überprüfen zu lassen und sich beruflich weiterzubilden, solange noch kein Jobangebot da ist.

Die Koordinierungsstelle will laut Rohlfing einen Beitrag dazu liefern, Frauen mit Männern gleichzustellen. Ungleiche Verhältnisse zwischen Geschlechtern „sind noch immer Fakt“, statiert die Projektleiterin. Vor allem „Unternehmen sind gefragt, sich zu positionieren“, betonte Rohlfing. Auch Vätern sollte es beispielsweise möglich sein, in Elternzeit zu gehen.

Die Wahl des Standortes fiel dafür auf Rinteln, um eine möglichst zentrale Anlaufstelle im Weserbergland anbieten zu können. Die Kosten der Koordinierungsstelle werden zu 85 Prozent vom EU-Sozialfonds getragen und müssen jährlich neu bewilligt werden. Die restlichen 15 Prozent werden von den drei Landkreisen bezahlt und nach Einwohnerzahlen aufgeschlüsselt.

Derzeit befinde sich die Ko-Stelle laut Rohlfing im „vorzeitigen Maßnahmebeginn“, das heißt, die Fördermittel wurden bewilligt, sind aber noch nicht geflossen.

Hinweis: Die Öffnungszeiten sind von montags bis Freitags 9 Uhr bis 12.30 sowie montags bis donnerstags von 14 Uhr bis 15.30 Uhr. Telefon: (0 57 51) 8 90 21 35 oder (0 57 51) 8 90 21 37.




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