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Abgeordnetentreffen in Berlin

Trassenausbau: „Geringster Eingriff wäre an A 2“

BERLIN/LANDKREIS. Wo wird die Hochgeschwindigkeitstrasse entlanglaufen? Abgeordnete aus Schaumburg und Minden-Lübbecke haben sich jetzt in Berlin mit Enak Ferlemann getroffen, dem Parlamentarischen Staatssekretär aus dem Bundesverkehrsministerium. Der erläuterte noch einmal die Variante, die derzeit bevorzugt wird:

veröffentlicht am 16.05.2019 um 17:48 Uhr
aktualisiert am 16.05.2019 um 19:00 Uhr

Die geplante neue Trasse und die Varianten ihres Verlaufs – unter anderem durch den Landkreis Schaumburg – erhitzt derzeit die Gemüter. Foto: jp

BERLIN/LANDKREIS. Auf Einladung von Ralph Brinkhaus, dem Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Abgeordneten aus dem Wahlkreis Gütersloh I, trafen sich am Donnerstag die Abgeordneten der Koalition, Marja-Liisa Völlers (SPD) und Maik Beermann (CDU) aus dem Wahlkreis Nienburg II-Schaumburg sowie Achim Post (SPD) aus dem Wahlkreis Minden-Lübbecke, gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär aus dem Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann im Jakob-Kaiser-Haus in Berlin.

Die Abgeordneten eint die Betroffenheit ihrer Wahlkreise durch die Pläne für eine Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Hannover und Bielefeld; sie erhofften sich von diesem Treffen mehr Klarheit in den offenen Punkten des Projekts.

Ferlemann erklärte in seinen Ausführungen erneut, dass für den Landkreis Schaumburg unter anderem weiter der trassennahe Ausbau, eine Strecke entlang der A 2 sowie eine entlang des Mittellandkanals geprüft werde. Hierbei werden viele verschiedene Varianten durchgespielt, bis man zu einer Vorzugsvariante komme, mit der man dann in das Dialogverfahren und die Planung gehen möchte. Ferlemann bevorzugt nach derzeitigem Kenntnisstand eine Variante entlang der A 2 (wir berichteten). Diese stelle bisher den geringstmöglichen Eingriff für die Bürgerinnen und Bürger dar.

Er betont jedoch auch, dass er das nicht entscheide, sondern das Ergebnis des Bürgerdialogverfahrens die Entscheidung beeinflusse. Das Oberziel sei eine Fahrtzeit im Rahmen des Deutschlandtaktes von Bonn nach Berlin in vier Stunden. Dazu braucht es nach allen bisherigen Erkenntnissen die angestrebte Fahrtgeschwindigkeit von 300 km/h. Hierdurch werde die Bahn gegenüber dem Flugzeug konkurrenzfähig.

„Ich danke Ralph Brinkhaus für die Organisation dieses erkenntnisreichen Treffens, dass uns einmal alle gemeinsam an einen Tisch brachte“, so Beermann abschließend. Wichtig sei nun, dass der Dialogprozess mit den Bürgern sowie den Verwaltungen und Verbänden transparent und so bald wie möglich durchgeführt werden müsse, damit man zu einem guten Ergebnis für Schaumburg und andere betroffene Wahlkreise komme. r




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