weather-image
13°
×

Brigitte Hollmann seit Montag vermisst/ Suche soll heute fortgesetzt werden / Polizei bittet Bürger um Hinweise

Trotz Hund und Helikopter: Suche ohne Erfolg

Rinteln (jaj/tol). Mehr als 60 Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sind gestern seit den Mittagsstunden im ganzen Stadtgebiet im Einsatz gewesen, um die demenzkranke Rentnerin Brigitte Hollmann zu finden, die seit Anfang der Woche vermisst wird. Unterstützt wurden sie dabei von eigens angeforderten speziell ausgebildeten Suchhunden aus Lüneburg und einem Helikopter der Hubschrauber-Fliegerstaffel Hannover.

veröffentlicht am 25.07.2012 um 22:10 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 10:21 Uhr

Seit Montagabend wird die 69-jährige Rentnerin, die in der historischen Altstadt lebt, von ihrer Familie vermisst. Am Dienstag wurde schließlich die Polizei eingeschaltet, welche zu diesem Zeitpunkt noch keine groß angelegte Suchaktion startete. „In 99 Prozent der Fälle tauchen die vermissten Personen nach einigen Stunden von selbst wieder auf“, erklärt Kripo-Chef Jörg Stuchlik. Als es gestern Morgen aber immer noch keine Spur der vermissten Frau gab, leiteten sie weitere Schritte ein.

So wurden gestern Mittag die Ortsfeuerwehren Rinteln, Steinbergen und Exten in die Suche einbezogen. Rund 50 Feuerwehrleute durchkämmten mehrere Stunden lang die Straßen und Vorgärten der Innenstadt und sprachen mit Geschäftsleuten und Anwohnern. Auch auf der Weser waren Feuerwehrleute mit einem Schlauchboot unterwegs, um nach der vermissten Frau zu suchen.

Gleichzeitig drehte ein Polizeihubschrauber über dem Stadtgebiet seine Runden. Im Tiefflug wurden von ihm aus Rintelner Randgebiete und wenig frequentierte Bereiche abgesucht. Doch alles ohne Erfolg. Von der vermissten Rentnerin fehlte weiter jede Spur.

Vermisst: Brigitte Hollmann.

Mehr als 36 Stunden wurde Brigitte Hollmann zu diesem Zeitpunkt bereits vermisst und auch bei den Beamten stieg die Beunruhigung. Denn wo im Winter vor allem kalte Nächte schnell zur Gefahr für orientierungslose Personen werden können, ist es im Sommer die Hitze tagsüber, sagt Stuchlik. Bei Personen, die zu wenig trinken, könne sie schnell zur Austrocknung führen.

Zur zusätzlichen Unterstützung wurden deshalb am frühen Nachmittag sogenannte „Mantrailer“-Hunde von der Rettungsstaffel des Deutschen Roten Kreuzes in Lüneburg angefordert. Sie sind darauf trainiert, die Fährte eines Menschen anhand des Geruches von winzigen Hautschuppen zu verfolgen, die der Mensch ständig verliert.

Zu diesem Zeitpunkt gab es auch erste Hinweise. Ein Gastronom will die Rentnerin noch am Dienstagabend am Marktplatz gesehen haben, ein anderer Hinweisgeber meint, die Vermisste noch gestern im Dingelstedtwall unweit der Innenstadt erkannt zu haben.

Gegen 19 Uhr trafen schließlich zwei Teams der Rettungshundestaffel in der Stadt ein. Die Hundeführer holten einen persönlichen Gegenstand aus der Wohnung der Vermissten, an dem sie die Hunde im Abstand von wenigen Minuten nacheinander schnüffeln ließen. Schon kurze Zeit später hatte jedes der Tiere eine Fährte gefunden, der es individuell folgte.

Nach etwas mehr als einer Stunde, während der die Rettungshunde die Fährte durch die Innenstadt und den Blumenwall verfolgten, gelangten beide Tiere schlussendlich unabhängig voneinander an die Weser. Dort verlor sich in der Nähe der Weseranleger die Spur.

Bei einbrechender Dunkelheit wurde die Suche schließlich abgebrochen, da es keine weiteren Anhaltspunkte gab. Bei Redaktionsschluss wurde die Rintelnerin weiter vermisst. Die Suche soll heute fortgesetzt werden.

Brigitte Hollmann ist 69 Jahre alt, 1.62 Meter groß, trägt eine Brille und hat weiß-blonde kurze Haare. Vermutlich hat sie eine Handtasche bei sich und trägt einen Schlüssel an einem Band um ihren Hals. Brigitte Hollmann ist demenzkrank und könnte verwirrt sein. Wer Hinweise zu ihrem Aufenthaltsort geben kann, wird gebeten, sich unter (0 57 51) 95 45-0 bei der Polizei Rinteln zu melden.




Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige