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Feuerwehr: Zug Gefahrgut verlässt Obernkirchen für Stadthagen / Leiter fordert Umdenken / Einsatzzahl steigt

Umzug nach fast 30 Jahren

LANDKREIS. Einige der Brandschützer im Landkreis müssen sich umstellen: Der Zug Gerätewagen Gefahrgut – der zum Beispiel bei auslaufenden Chemikalien zum Einsatz kommt – soll nach fast 30 Jahren in der Bergstadt Obernkirchen gen Norden ziehen. Neuer Standort wird Stadthagen sein, sobald dort die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) errichtet ist. Verbunden ist die Verlegung mit einem Systemwechsel der Kreisfeuerwehr für einen Teil ihrer Fahrzeuge. Diese setzt in Zukunft verstärkt auf Wechselladefahrzeuge, die mithilfe einer hydraulischen Vorrichtung verschiedene, für den jeweiligen Einsatzzweck speziell ausgestattete Abrollcontainer rasch aufladen, zum Einsatzort bringen und dort bei Bedarf auch abstellen können.

veröffentlicht am 07.02.2019 um 11:29 Uhr

Die Umwelteinheit bei einem Einsatz in Lauenau. Foto: Archiv/bor

Autor:

Bastian Borchers
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LANDKREIS. Der Baubeginn für die Erweiterung der FTZ in der Kreisstadt ist für 2020 vorgesehen. Im Rahmen dieses Umzuges werde ein Umdenken stattfinden müssen, forderte Benjamin Heine kürzlich bei einer Versammlung der Umweltschutzeinheit (USE) der Kreisfeuerwehr. Der USE-Leiter sagte, es sei wichtig, „die Angehörigen der Teileinheit bei dieser strukturellen Veränderung mitzunehmen“.

Beim Jahrestreffen mit rund 80 Mitgliedern der Einheit in der Feuerwehrwache Meerbeck-Niedernwöhren stellte Heine zudem die gestiegene Zahl der Einsätze heraus. 16 waren es im Jahr 2017 gewesen, 2018 musste die USE dagegen 20 Mal raus. Nicht nur seien die Einsätze mehr, erklärte Heine: „Ihre Abarbeitung auch deutlich zeitintensiver geworden.“

Die USE rückte zu zehn Großbränden, sechs reinen Messeinsätzen sowie drei Gefahrguteinsätzen aus, hinzu kam ein Fehlalarm. Als positiv hob Heine hervor, dass sich in der Zunahme der Einsätze auch ein gewisses „Umdenken der Führungskräfte“ in Städten und Gemeinden ausdrücke. „Vermehrt werden wir bei unklaren Gasaustritten frühzeitig angefordert, um zur fachlichen Beratung oder mit erweiterter Messtechnik zu unterstützen“, zeigte sich Heine zufrieden. Dabei würden die örtlichen Kräfte über die direkte Unterstützung bei der Bewältigung des Einsatzes hinaus auch beispielsweise durch eine rechtssichere Protokollierung der Messungen profitieren – und somit von einer Entlastung im Verwaltungsaufwand beim Verfassen der Einsatzberichte.

Tim Schinz (links), Leiter des ABC-Zuges, Frank Messerschmidt (Zweiter von links), stellvertretender Leiter der USE und Benjamin Heine (rechs) gratulieren Nils Lösecke zur Beförderung. Foto: Archiv/bor

Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote dankte für den Einsatz der USE, mit 105 erreiche diese eine „stolze Mitgliederzahl“. Die Teams in den vier Teileinheiten ABC-Zug, Gerätewagen-Gefahrgut-Zug, Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz sowie Messleitkomponente setzen sich aus Feuerwehrleuten der örtlichen Wehren im Kreisgebiet zusammen, die sich darüber hinaus bei Training, Ausbildung und den Einsätzen in der USE engagieren. Sie unterstützen, wenn Situationen mit chemischen, biologischen, radioaktiven oder nuklearen Gefahrstoffen zu bewältigen sind.

Eine Personalie: Kreisbrandmeister Grote beförderte den stellvertretenden Leiter des ABC-Zuges Nils Lösecke zum Hauptlöschmeister.




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