weather-image
24°

Auf niedrigstem Stand der vergangenen zehn Jahre

Unfallstatistik: Weniger Schwerverletzte in Schaumburg

LANDKREIS. Im vergangenen Jahr haben sich im Landkreis Schaumburg insgesamt 3747 Unfälle ereignet – 0,4 Prozent weniger als 2017. „Die Lage ist ernst aber nicht hoffnungslos,“ bewertet der Leiter der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, Frank Kreykenbohm, die Bilanz. Das ist die Unfallstatistik für Schaumburg:

veröffentlicht am 01.04.2019 um 14:30 Uhr

3747-mal hat es 2018 im Landkreis gekracht, die Zahl der schweren Unfälle nimmt aber ab. foto: geb
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

LANDKREIS. Im vergangenen Jahr haben sich im Landkreis Schaumburg insgesamt 3747 Unfälle ereignet – 0,4 Prozent weniger als 2017. „Die Lage ist ernst aber nicht hoffnungslos,“ bewertet der Leiter der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, Frank Kreykenbohm, die Bilanz. „Durchschnittlich zehnmal am Tag zu einem Verkehrsunfall gerufen zu werden, ist eindeutig zu viel, sowohl für uns als Polizei aber auch für die Gesellschaft insgesamt.“

Angesichts eines zunehmend komplexeren Verkehrsgeschehens mit weiter steigenden Zulassungszahlen mahnt Kreykenbohm ein Umdenken an, insbesondere bei den Risikofaktoren hohes Tempo und Handy-Nutzung am Steuer. Hoffnungsfroh stimme ihn die Tatsache, dass die Zahl der Verkehrsunfälle mit schwerem Personenschaden auf ein Zehn-Jahrestief zurückgegangen sei. 73 Unfälle dieser Art wurden 2018 aufgenommen, 21 weniger als im Vorjahr. Sieben Menschen kamen ums Leben – einer weniger als 2017 – und 72 Menschen (2017: 97) wurden schwer verletzt. Die Anzahl der Leichtverletzten stieg von 588 auf 615.

Die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss bewegte sich im Zehn-Jahreszeitraum zwischen 49 und 81, im vergangenen Jahr waren es 63. Fahrer unter Drogeneinfluss wurden 87-mal ertappt (2017: 116), in diesem Bereich sei die Dunkelziffer aber naturgemäß hoch. Zu Unfällen unter Drogeneinfluss kam es acht Mal, somit viermal weniger als im Vorjahr. Der Autofahrer mit der höchsten Blutalkoholkonzentration schaffte es auf ganze 3,47 Promille.

Einen spürbaren Rückgang gab es bei den Wildunfällen im Landkreis: 468 wurden aufgenommen (2017: 71). Ihr Anteil am gesamten Unfallaufkommen beträgt 12,5 Prozent.

Trotz der wetterbedingt langen Motorradsaison gab es entgegen des Landestrends weniger Motorradunfälle im Landkreis. Von 71 Unfällen 2017 reduzierte sich die Zahl auf 58. Weniger Glück hatten die Fahrradfahrer: Mit 165 Unfällen verunglückten sie häufiger (2017: 152).

Die Unfallfluchten, seit Jahren auf einem hohen Niveau, sind erstmals auf knapp über 1000 angestiegen. Den Grund dafür sieht der Polizeichef in „einer schwindenden Verkehrsmoral und fehlenden Verantwortungsbewusstsein“. Dennoch kamen in 361 Fällen die Verursacher nicht ungestraft davon. „Von insgesamt 43 Unfallfluchten mit Personenschaden konnten wir in 28 Fällen den Fahrer ermitteln. Das ist mit 65 Prozent eine erfreulich hohe Quote,“ kommentiert Kreykenbohm.r




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare