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Pächter vom Pech verfolgt

UPDATE: Wasserschaden im Rattenfängerhaus in Hameln

HAMELN. Im Rattenfängerhaus ist Mittwoch früh ein Wasserschaden aufgetreten. Der neue Pächter des historischen Gebäudes scheint vom Pech verfolgt zu sein, sodass das India-Haus bislang noch nicht eröffnen konnte.

veröffentlicht am 17.02.2021 um 11:16 Uhr
aktualisiert am 17.02.2021 um 17:34 Uhr

Philipp Killmann

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Reporter zur Autorenseite
Am Mittwochmorgen war die Feuerwehr im Rattenfängerhaus im Einsatz. Aus dem Renaissance-Gebäude wurde Wasser in einen Gully in der Bungelosenstraße gepumpt. Es sprudelte. Einen halb Meter tief stand das Wasser in dem historischen Bauwerk. Was war geschehen?

„Es ist ein Wasserschaden an einer Trinkwasser-Leitung, ein Rohrbruch“, teilt Stadtsprecherin Janine Hermann auf Anfrage mit. Ein Frostschaden, wie sie dieser Tage aufgrund der Witterung des Öfteren im Stadtgebiet aufträten. „Das Wasser stand zirka 50 Zentimeter hoch im Keller des Gebäudes“, führt Hermann aus. „Von der Feuerwehr wurde das Wasser umgehend abgepumpt und bereits die Trocknung eingeleitet.“ Auch in das Nachbargebäude sei Wasser geflossen, was ebenfalls kurzfristig von der Feuerwehr abgepumpt worden sei. Nach aktuellen Erkenntnissen sei dort auch „kein nennenswerter Schaden“ entstanden.

Die Stadt hatte offenbar Glück im Unglück. Ein Mitarbeiter des Rathauses war an diesem Morgen zufällig in dem Gebäude und entdeckte den Wasserschaden frühzeitig. Trotzdem sei das vollständige Ausmaß des Schadens im Rattenfängerhaus noch nicht absehbar. „Wir können das komplette Ausmaß jetzt noch nicht bestimmen“, sagt die Stadtsprecherin. „Nach der Trocknung werden unsere Fachleute eine genauere Einschätzung geben können.“

Die Stadt ist Eigentümerin des Rattenfängerhauses, das für Hameln einen wichtigen Touristenmagneten darstellt. Seit zwei Jahren steht es jedoch leer, nachdem die langjährige Pächterin kurzfristig den Pachtvertrag auslaufen ließ und es der Stadt nicht gelang, auf die Schnelle einen Nachfolger zu finden. Erst Anfang 2020 wurde mit dem „India Haus“ ein neuer Restaurantbetrieb gefunden. Doch der neue Pächter scheint vom Pech verfolgt zu sein. Erst verzögerte sich die Eröffnung seines Lokals wiederholt durch immer neue Sanierungsarbeiten vonseiten der Stadt. Dann kam Corona und es folgte Lockdown auf Lockdown, sodass das India Haus bis heute nicht eröffnen konnte.

Was bedeutet der Wasserschaden nun für den neuen Pächter? „Da sich die Gastronomie momentan noch im Lockdown befindet, ist der Betrieb nicht geöffnet und dementsprechend gibt es keine Auswirkungen für den Pächter“, sagt Stadtsprecherin Hermann. Maqsuad Ahmad vom India Haus erfährt am Mittwochvormittag von der Dewezet von dem Wasserschaden. Ein paar Stunden später kann sich Ahmad dazu näher äußern. „Das ist leider unglücklich“, sagt er. Andererseits sei ja sowieso noch Lockdown, sodass bis auf Weiteres nicht damit zu rechnen sei, dass sich der Schaden auf die Eröffnung auswirke. „Unsere Vorbereitungen sind soweit abgeschlossen“, sagt Ahmad. Und dass das India Haus noch eröffne, sei für ihn klar. Daran werde auch der Wasserschaden nichts ändern, sagt er.




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