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Diese Parteien treten in den Samtgemeinden an

Von Einheitsliste bis Parteienkampf

veröffentlicht am 09.09.2016 um 17:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:44 Uhr

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SAMTGEMEINDEN. Einen neuen Weg bei der anstehenden Kommunalwahl geht in der Samtgemeinde Niedernwöhren die Kandidatenmannschaft in Lauenhagen. Alle Bewerber treten auf einer Einheitsliste an. Unter der parteiübergreifenden Wählergemeinschaft Hülshäger und Lauenhäger Bürger (WHLB) bewerben sich 14 Personen für die elf Mandate. In Niedernwöhren und Meerbeck stehen sich im Kampf um die Plätze im Rat lediglich SPD und CDU gegenüber, während in Nordsehl Bündnis 90/Die Grünen weiter mitmischen wollen. Nordsehl wird auf jeden Fall den Bürgermeisterposten neu besetzen müssen. Hanna Mensching-Buhr tritt nicht mehr an.

In Pollhagen bewirbt sich als dritte Kraft die Wählergemeinschaft Pollhagen (WGP), die zurzeit mit Friedrich Möller den Bürgermeister stellt. In Wiedensahl geht die Wählergemeinschaft Wir für Wiedensahl (WWW) diesmal nur mit zwei Kandidaten ins Rennen. 2011 waren noch sieben Leute auf der Liste, drei waren seinerzeit in den Rat eingezogen. Für die Sitze des Samtgemeinderates kandidieren insgesamt vier unterschiedliche Gruppierungen. CDU, SPD, Grüne und die WGN (Wählergemeinschaft Samtgemeinde Niedernwöhren).

Zur Kommunalwahl in der Samtgemeinde Lindhorst treten keine neuen Parteien oder Wählergemeinschaften an. Die Kandidaten verteilen sich auf die bekannten, bereits in den Räten vertretenden Parteien und Wählergemeinschaften. Außer Kandidaten der SPD und der CDU bewerben sich für alle Räte auch Bündnis 90/Die Grünen. Für den Rat der Gemeinde Heuerßen tritt auch die Wählergemeinschaft an, die dort derzeit den Bürgermeister stellt. Sie kandidiert ebenfalls für den Samtgemeinderat.

Trotz der Erfahrungen vom letzten Wahlkampf haben die Sozialdemokraten in der CDU-Hochburg Lüdersfeld wie in 2011 erneut nur zwei Bewerber aufgeboten, obwohl sie schon damals mit drei Mandaten hätten einziehen können. So blieb ein Stuhl im eigentlich elf Sitze umfassenden Rat bis heute leer.

Auch die Lindhorster Grünen hatten wegen des Mandatsverzichts ihrer Kandidaten einen Sitz im dortigen Gemeinderat nicht besetzen können. Es gibt nun Signale der Grünen, der CDU den Weg ins Bürgermeisteramt zu ebnen, wenn es rechnerisch zur Ablösung der SPD reicht.

In der Gemeinde Beckedorf sind wieder elf Sitze zu besetzen, in Heuerßen ebenfalls, in Lindhorst werden 15 Mandate vergeben. Der Samtgemeinderat umfasst ohne den stimmberechtigten Samtgemeindebürgermeister 22 Sitze.

Für die Räte in der Samtgemeinde Nienstädt bewirbt sich außer CDU, SPD und Grünen ebenfalls eine Wählergemeinschaft. In Helpsen tritt WIR (Wählerinitiativen in der Region) mit einem Kandidaten an, für den Samtgemeinderat kandidieren zwei Personen auf der WIR-Liste. Gewählt für den Samtgemeinderat werden 26 Mitglieder.

In Seggebruch hatte während der Ratsperiode der Bürgermeister gewechselt. Die SPD wirbt erstmals mit dem neuen Spitzenkandidaten Jörn Wittkugel für Wählerstimmen. Neu ist zudem, dass ein Kandidat von Bündnis 90/Die Grünen in den Gemeinderat einziehen will. In den Gemeinden Nienstädt und Hespe teilen sich die Kandidaten auf drei Parteien auf (SPD, CDU und Grüne).

Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier steht in der Samtgemeinde Sachsenhagen nicht zur Wahl. Es geht aber darum, mit welchen Mehrheiten Wedemeier künftig zusammenarbeiten wird. Erklärte Koalitionen gab es auch in der vergangenen Wahlperiode nicht.

In Auhagen geht es darum, ob sich die SPD mit Kurt Blume an der Spitze, einem der dienstältesten Bürgermeister Niedersachsens, gegen die CDU mit Herausforderer Tobias Franke durchsetzen kann.

In Hagenburg warfen Dieter Eidtmann für die CDU und Dagmar Hansing (SPD) ihre Hüte für die Nachfolge für Josef Vorderwülbecke (CDU) in den Ring. Ein Wort möchten auch Wählergemeinschaft und Grüne mitreden.

In Sachsenhagen meldeten die beiden Routiniers, der Amtsinhaber Heinz Mensching (SPD) und sein Herausforderer Volker Töpp (CDU) Ambitionen auf das Bürgermeisteramt an, auch die Grünen wollen ihr Mandat verteidigen. In Wölpinghausen versucht Uwe Brinkmann (CDU) zum wiederholten Mal Amtsinhaber Jochen Schwidlinski (SPD) das Amt abzujagen, wobei auch die Grünen ihren schon traditionell hohen Stimmenanteil halten wollen.

bab, jpw




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