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Vorsicht beim Baden im Mittellandkanal

LANDKREIS. Nach dem eher kühleren Mai gibt es jetzt endlich wärmere Temperaturen, die zum Badevergnügen auf dem Mittellandkanal einladen. Auch andere Aktivitäten auf dem Wasser wie Bootfahren oder Stand-Up-Paddling sind nun wieder attraktiv. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt warnt allerdings in diesem Zusammenhang vor allzu sorglosem Verhalten auf dem Wasser, das leicht zu tödlichen Unfällen führen könne. Hier ein paar Hinweise für Bade- und Paddelwillige, die es an den Kanal zieht:

veröffentlicht am 10.06.2021 um 12:28 Uhr

Die Bundeswasserstraßen, mit ihrem hohen Freizeit- und Erholungswert, stellen eine hohe Anziehungskraft dar. Doch so verlockend es ist: Der Mittellandkanal mit seinen Stichkanälen, der Elbe-Seitenkanal sowie die Leine und Ihme sind jedoch keine ruhigen Badegewässer, sondern Wasserstraßen. Regelmäßig ereignen sich schwere, ja sogar tödliche Unfälle auf der Schifffahrtsstraße, da viele die Gefahren nicht erkennen. Deshalb gibt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mittellandkanal/Elbe-Seitenkanal folgende Hinweise:

• Von allen Nutzern der Wasserstraßen sowie auch von Fahrzeugen ohne Kennzeichnungs- und Führerscheinpflicht sind die Regelungen der Binnenschifffahrtsstraßenordnung (BinSchStrO)

zu beachten.

• Jeder, der sich auf einer Wasserstraße bewegt, hat sich so zu verhalten, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht behindert oder gefährdet werden.

• Im gesamten Schleusenbereich einschließlich der Schleusenvorhäfen ist das Baden und Schwimmen verboten. Dies gilt auch im Bereich von Brücken, Liegestellen, Häfen, Pumpwerken und Wehren, jeweils 100 Meter in beiden Richtungen ober- und unterhalb (vergl. BinSchStrO § 8.10 Bade- und Schwimmverbot).

• Bei Nichtbeachtung des Badeverbots können Bußgelder bis zu 200 Euro fällig werden. In besonders schweren Fällen droht sogar  eine Strafverfolgung wegen gefährlichem Eingriff in den Schiffsverkehr.

• Durch Schleusungsvorgänge oder nahende bzw. vorbeifahrende Schiffe entstehen Strömungen, die selbst geübte Schwimmer oder „Paddler“ nicht bewältigen können.

• Das Springen von Brücken stellt eine große Gefahr dar und ist daher streng verboten. Länger im Wasser liegende Treibhölzer, spitze Gegenstände oder leere Flaschen treiben nicht mehr an

der Wasseroberfläche, sondern dicht unterhalb. Sie sind für „Brückenspringer“ nicht zu erkennen.

• Der Binnenschiffer steuert sein Schiff vom Heck aus, das heißt, er hat eine Schiffslänge von über 100 Metern vor sich. Dadurch entsteht ein toter Winkel von mehreren 100 Metern vor dem Schiff. Einen Schwimmer in dieser Entfernung kann er nicht erkennen oder wahrnehmen.

• Das Treibenlassen von Booten oder Flößen stellt eine weitere Gefahr für sich und andere dar. Die Fahrzeuge können nicht, wie geboten, sicher manövrieren oder ausweichen.

• Eltern werden gebeten, mit ihren Kindern über die Gefahren und Verbote zu sprechen, um sie zu schützen.

• Auch auf dem Wasser gilt für alle Verkehrsteilnehmer die 0,5-Promille-Grenze. 

Wichtige Informationen für Wassersportler finden Sie unter: http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikationen/WS/sicherheit-aufdem-

wasser-2018.html?nn=13190

Die Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung ist im Internet unter 

https://www.elwis.de/DE/Schifffahrtsrecht/Binnenschifffahrtsrecht/BinSchStrO/BinSchStrO-node.html abrufbar.

Weitere Auskünfte erteilt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mittellandkanal / Elbe-Seitenkanal. Online: wsa-mittellandkanal-elbe-seitenkanal@wsv.bund.de.

odt




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