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Saisonbedingt steigt Arbeitslosigkeit in Schaumburg

Witterung schlägt Arbeitsmarkt

LANDKREIS. Saisonüblich ist die Zahl der Arbeitslosen in Schaumburg im Januar deutlich angestiegen. Im abgelaufenen Monat sind nach Angaben der Agentur für Arbeit kreisweit 4883 Menschen ohne Job gewesen, das waren 380 mehr als im Monat davor. Die Arbeitslosenquote kletterte im Vergleich zum Dezember um 0,4 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent. Das sind allerdings deutlich weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres: Vor genau einem Jahr hatte die Quote noch 6,4 Prozent betragen.

veröffentlicht am 01.02.2019 um 10:23 Uhr
aktualisiert am 01.02.2019 um 10:54 Uhr

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Autor:

Stefan Rothe
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Gerhard Durchstecher, Vorsitzender der Geschäftsführung der für Schaumburg zuständigen Agentur für Arbeit Hameln, sieht zum Jahresbeginn einen typischen Verlauf am Arbeitsmarkt: „Am Ende des Jahres 2018 sind befristete Arbeitsverträge ausgelaufen und die witterungsabhängigen Unternehmen in Schaumburg haben weniger Arbeitskräfte eingestellt.“ Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar sei daher gewöhnlich und umfasse alle Personengruppen. „In der Vergangenheit zeigte sich aber, dass ein großer Teil im Frühjahr wieder in Arbeit gehen wird“, führt Durchstecher weiter aus. Ein Signal dafür sei die Tatsache, dass vor allem die Zugänge bei der Arbeitslosenversicherung und nicht die beim Jobcenter besonders hoch waren.

Auffällig ist ebenfalls die Anzahl an Teilnehmenden in Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik. „Im Vergleich zum Vorjahr nehmen im Agenturbezirk 188 Personen mehr an einer beruflichen Weiterbildung teil. Qualifikation ist der beste Schutz gegen die Arbeitslosigkeit“, kommentiert Durchstecher.

Im Geschäftsstellenbezirk Stadthagen der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Jobsuchenden im Januar um 336 auf 3621 gestiegen. Das waren 185 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im Januar 5,9 Prozent, im Dezember waren es nur 5,4 Prozent gewesen. Allerdings hatte die Quote hier vor einem Jahr noch bei 6,2 Prozent gelegen. Dabei meldeten sich im Januar 1059 Personen neu arbeitslos, 115 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig fanden 774 Betroffene einen neuen Job. Der Bestand an gemeldeten offenen Arbeitsstellen ist im Januar um 21 auf 826 Stellen gesunken, im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es allerdings 100 Arbeitsstellen mehr.

Etwas geringer ist die Arbeitslosigkeit im Geschäftsstellenbezirk Rinteln im Januar gestiegen, und zwar um 44 auf 1262 Jobsuchende. Die Quote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent. Vor genau einem Jahr hatte sie hier noch 6,7 Prozent betragen. Dabei meldeten sich 336 Personen neu arbeitslos, 18 mehr als vor einem Jahr. 288 Menschen kamen zudem zurück in Arbeit.




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