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Tier offenbar überfahren

Wolf tot auf der A2 bei Porta gefunden

PORTA WESTFALICA. Auf der Autobahn 2 bei Porta Westfalica ist am Samstagmorgen ein toter Wolf gefunden worden. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hat am Mittwochmorgen bestätigt, dass es sich bei dem aufgefundenen Tier um einen etwa 38 Kilogramm schweren männlichen Wolf handelt.

veröffentlicht am 03.04.2019 um 10:44 Uhr

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Die Autobahnpolizei Herford war am Samstag gegen 6.20 Uhr über einen Tierkadaver informiert worden, der auf einer Fahrspur der A2 lag und von der Fahrbahn geräumt werden musste. Vor Ort fanden die Polizisten einen toten Wolf mit schweren Verletzungen, die wahrscheinlich durch die Kollision mit einem Fahrzeug verursacht wurden, teilte das LANUV mit.

Das LANUV - Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein Westfalen - ist als Landesoberbehörde in den Fachgebieten Naturschutz, technischer Umweltschutz für Wasser, Boden und Luft sowie Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit tätig

Der Kadaver wurde sichergestellt und und durch einen vom LANUV beauftragten Wolfsberater geborgen. Mit Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde des Kreises Minden-Lübbecke wurde der Wolf anschließend zur Untersuchung in das Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin gebracht. Genetische Proben werden im Senckenberg Institut in Gelnhausen untersucht. Nach der Sektion wird der Wolf in die Sammlung des LWL-Museums für Naturkunde in Münster zur Präparation und Aufbewahrung gebracht.

Der auf der A2 gefundene Wolf ist bereits das zweite Tier, das im Kreis Minden-Lübbecke an einer Straße tot aufgefunden wurde. Im April 2017 wurde in Petershagen auf der B 482 in Höhe Heimsen ein männliches Tier überfahren. Dieser Wolf wog 43 Kilogramm und war knapp zwei Jahre alt. Genetische Untersuchungen ergaben, dass er aus dem Rudel Altengrabow in Sachsen-Anhalt stammte. Dieser Wolf befindet sich als Präparat im LWL-Museum für Naturkunde in Münster, wo auch der 1835 bei Ascheberg erlegte Wolf verwahrt wird, der lange Zeit als letzter Wolf auf NRW-Gebiet galt.

Die Untersuchung toter Wölfe erfolgt laut Mitteilung des LANUV im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin (Leibniz-IZW), das deutschlandweit das Referenzinstitut für das Monitoring tot aufgefundener Wölfe ist. Alle Wolfskadaver durchlaufen dort ein an der Humanrechtsmedizin orientiertes Untersuchungsschema, welches Computertomographie, Sektion, sowie Histologie, Parasitologie, Virologie und Bakteriologie beinhaltet. So können etwaige Erkrankungen oder der Kontakt mit Krankheitserregern abgeklärt werden.

Die Routineuntersuchungen umfassen unter anderem Staupe Tollwut oder infektiöse Leberentzündung der Hunde, heißt es. Die Untersuchungen werden von Kooperationspartnern des Leibniz-Instituts, dem Friedrich-Löffler-Institut (FLI), dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und dem Landeslabor Berlin-Brandenburg durchgeführt. Im Zuge der Gesundheitsforschung am Wolf werden darüber hinaus alle Tierkörper auf die Infektion mit verschiedenen Viren und Bakterien untersucht. mt/mei




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