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Von Filteranlagen und Speicherkammern: Ferienkinder erleben Hightech beim Blick hinter die Kulissen des Bergbades

100 000 Liter frisches Wasser an jedem heißen Badetag

Bückeburg (hn). Was steckt hinter den Kulissen des Bergbades? Mit dieser Frage auf den Lippen haben acht Kinder zusammen mit Ralf Seele, Meister für Bäderbetriebe, im Rahmen einer Ferienspaßaktion die Technik des Bades erforscht.

veröffentlicht am 08.07.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 10:41 Uhr

Der Rundgang begann beim Planschbecken, an dem Seele fragte, was alles im Wasser lande. Die erste Antwort war „Sand“, denn der lag auf dem Grund des Planschbeckens. „Je schöner das Wetter ist, desto mehr Sand ist im Kinderbecken“, erklärte Seele. Weiterhin sagte er, dass der Sand mit einem Besen aus dem Becken gefegt wird.

Bei den beiden größeren Becken ist dieses Verfahren zu aufwendig, daher wird dort ein Absaugwagen verwendet. Die Kinder bestaunten diesen am Erlebnisbecken. Wie ein Staubsauger fährt er automatisch und unter Wasser Bahn für Bahn den Grund ab – nach etwa drei Stunden ist das Becken gereinigt. Einen Blick warf die Gruppe auch in den Filter des Saugers, der Sand, Blätter, Haare und weitere Dinge festgehalten hatte.

Nächste Station des Rundgangs war das Sportbecken, an dem Seele fragte, wie viele Liter Wasser wohl im Becken seien. Geschätzt wurden 1000 oder 2000 Liter. Als Seele die Zahl von 2,5 Millionen Liter verkündete, gerieten die Mädchen und Jungen ins Staunen. ,,Im Frühjahr dauert es zwei Tage, bis das Becken aufgefüllt ist“, sagte Seele.

Im Anschluss zeigte er den Kindern, wie das Wasser von der Überlaufrinne seinen Weg nimmt, und außerdem, wo die unsichtbaren Schwebstoffe aus dem Wasser gefiltert werden. Von der Rinne läuft das Wasser durch Rohre in drei Speicherkammern, je eine für jedes Becken. Von dort wird es durch große Filter gepumpt, in denen Schichten aus Sand, Kohle und Gestein die Dreckpartikel aufnehmen. Zusätzlich werden dem Wasser an dieser Stelle Chemikalien hinzugeben, sogenannte Flockmittel. Diese lassen feinste Teilchen wie zum Beispiel Sonnenöl zu großen Flocken verklumpen, sodass diese im Filter hängen bleiben. „Rund vier Stunden brauchen die Pumpen, um das Wasser des großen Beckens zu filtern“, erklärte Seele. Bevor das Wasser wieder ins Becken gelangt, wird es mit Chlor desinfiziert. Hier gilt das Motto: ,,So wenig wie möglich, und so viel wie nötig.“

,,Mein Papa nimmt zu Hause immer eine Tablette für unseren Pool, die hält für zwei Wochen“, erklärte die kleine Lili an dieser Stelle. Seele zeigte hierauf den Kindern die sechs großen Chlorgasflaschen und meinte: ,,Die reichen bei gutem Wetter für rund zwei Wochen.“

Zum Schluss des Rundgangs durch die Technik durften die Kinder einen Blick unter die beiden großen Heizkessel werfen und die Gasflammen bestaunen, die an kühlen Tagen für angenehme Wassertemperaturen sorgen.

Zum Abschluss hatte das Team des Bergbades noch Wasserspiele für die Kinder organisiert. Seele wies auf die Ferienbetreuung hin. Von Montag bis Freitag, 12. bis 23. Juli, bietet das Bergbad vormittags eine Kinderbetreuung an. Einige Plätze sind zurzeit noch frei.




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