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Stadt investiert in Berenbusch in wichtiges Infrastrukturprojekt / Erhebliche Zuschüsse

5,2 Millionen Euro für die Hafensanierung

Bückeburg (kk). Erhebliche Investitionen plant die Stadt Bückeburg in den nächsten Jahren im Hafen Berenbusch. Mehrere Millionen Euro sollen in die Sanierung und Modernisierung der Hafenanlagen fließen. Die Maßnahmen sind nicht im Haushaltsplan der Stadt ausgewiesen, sondern im Wirtschaftsplan des Hafens, der als städtischer Eigenbetrieb geführt wird.

veröffentlicht am 01.02.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 19:21 Uhr

Im Betriebsausschuss gab Stadtkämmerer Horst Tebbe, der als Betriebsleiter für den Hafen fungiert, jetzt einen Überblick über die geplanten Maßnahmen. Das Hauptproblem stellt zurzeit die marode Spundwand an der Kaimauer dar, die erneuert werden muss. Außerdem fordert der Landkreis eine „zeitgemäße Entwässerung“. Hintergrund: Nach einem Großbrand in einem der Betriebe am Hafen war im vorigen Jahr belastetes Löschwasser freigesetzt worden, das zu einem Fischsterben führte. Außerdem ist die Anlage eines Grüngürtels mit Überlaufbecken geplant.

Als weitere Maßnahmen sind der Abriss einiger Gebäude und eine Verstärkung des Kais geplant. Auf diese Weise entstehen großzügigere und vielseitiger nutzbare Verkehrsflächen. Auch Schwerlastteile könnten nach dem Umbau be- und entladen werden, das Umschlagvolumen bei Massengütern wie Getreide oder Kiese könnte deutlich steigen.

Bis 2014 sollen insgesamt über 5,2 Millionen Euro investiert werden, es handelt sich damit um eines der größten öffentlichen Infrastrukturprojekte der nächsten Jahre in Bückeburg. Wie Tebbe dem Ausschuss mitteilte, wurden bereits Zuschüsse in Höhe von 1,7 Millionen Euro bewilligt. Voraussetzung: Die Maßnahmen müssen bis 2015 abgeschlossen sein. Die Mittel kommen aus dem Programm zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur. Hier fließen Gelder der Europäischen Union, des Bundes und des Landes zusammen.

Langfristig sollen diese Investitionen durch höhere Einnahmen aus dem Hafenbetrieb erwirtschaftet werden. Zur Zeit betragen die Pachteinkünfte des städtischen Hafenbetriebes ungefähr 100 000 Euro im Jahr, hinzu kommen die Umschlagerlöse. 200 000 Tonnen Güter wurden im vergangenen Jahr umgeschlagen. Im Hafen Berenbusch arbeiten derzeit vier größere und mehrere kleinere Firmen. Die Stadt geht davon aus, dass sich sowohl die Pachteinnahmen als auch die Umschlagerlöse steigern lassen. Voraussetzung dafür ist aber die jetzt vom Ausschuss beschlossene Sanierung und Modernisierung.

In diesem Jahr wird knapp eine Million Euro investiert: 239 000 Euro fließen in die Planung des Projektes, 722 000 Millionen in erste Baumaßnahmen.

Die Investitionen sollen mit Krediten finanziert werden, zurzeit sichtet die Stadt erste Angebote. Vorteil: Die Darlehnszinsen sind momentan recht niedrig. Ab 2015 soll dann getilgt werden.




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