weather-image
Damit nichts einfriert und jederzeit gelöscht werden kann – Feuerwehr Bückeburg ist aktiv

800 Hydranten sind fit für den Winter

BÜCKEBURG. Rechtzeitig zum Winter haben die Feuerwehren der Stadt Bückeburg ihre rund 800 Hydranten im Stadtgebiet für die kalte Jahreszeit vorbereitet.

veröffentlicht am 27.11.2018 um 10:54 Uhr
aktualisiert am 27.11.2018 um 20:10 Uhr

800 Hydranten hat die Feuerwehr Bückeburg in den vergangenen Tagen fit für den Winter gemacht. Foto:

„Bei den Hydranten wird eine Sicht- und Funktionskontrolle durchgeführt und im Anschluss eine Folie unter die Deckel gelegt“, berichtet Feuerwehrpressewart Moritz Gumin. „Dadurch wird vermieden, dass die Deckel bei Minus-Temperaturen festfrieren und sich so im Einsatzfall nicht mehr öffnen lassen.“ Die festgestellten Mängel würden notiert und der Stadtverwaltung und den Stadtwerken, zur Fehlerbehebung, gemeldet.

Komme es in Bückeburg und Umgebung zu einem Brand, werde das Löschwasser aus dem öffentlichen Wassernetz entnommen, so Gumin. Würde also der Hydrant zufrieren, so müssten die Einsatzkräfte diesen erst mühevoll vom Eis befreien. Dadurch gehe aber im Einsatz wertvolle Zeit verloren. „Leider gibt es auch immer wieder das Problem, dass Autofahrer den Hydranten zuparken“, so Gumin weiter: „Dies kostet im Ernstfall ebenfalls wertvolle Zeit, und es dauert länger, bis das Löschwasser zur Verfügung steht.“

Den Hydranten erkennt man an seinem ovalen Deckel mit der Aufschrift „Hydrant“, zusätzlich hängen weiße Schilder mit roter Umrandung an den Wohnhäusern oder Straßenbeschilderungen. Durch die Maße, die auf den Schild stehen, lassen sich die Hydranten finden. „Hier sind die Bürger mit in der Pflicht und sollten beim Abstellen ihrer Fahrzeuge darauf achten, dass kein Hydrant zugeparkt wird“, so Gumin. „Sollte jemandem einmal auffallen, dass ein fremdes Kraftfahrzeug einen Hydranten zuparkt, sollte er den Fahrer freundlich darauf aufmerksam machen. So hilft man der Feuerwehr.“

Der stellvertretende Ortsbrandmeister der Feuerwehr Scheie, Michael Bschor, hat sich in den vergangenen Monaten damit befasst, für das Stadtgebiet Bückeburg eine Karte für die Löschwasserversorgung zu erstellen. Über die Software „Wasserkarte.info“ lassen sich zukünftig alle Wasserentnahmestellen im Stadtgebiet auf einer App und dem Navigationsgerät einsehen. Gerade für die Einsatzkräfte von außerhalb sei das im Einsatzfall eine enorme Erleichterung, da man nicht mehr lange nach der Wasserentnahmestelle suchen müsse und bereits auf der Anfahrt den Hydrant oder Löschwasserteich lokalisieren könne, um weitere Einsatzmaßnahmen einleiten zu können. „Diese Software wird bereits in vielen Kommunen angewendet“, betont Bschor. „Und sie sorgt im Notfalle für eine extreme Verbesserung der Situation.“




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare