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Wolfgang Karras im Ruhestand

Äußerst sachkundiger Kollege

BÜCKEBURG. Im Niedersächsischen Landesarchiv ist Wolfgang Karras offiziell in den Ruhestand verabschiedet worden. „Ich habe den zukünftigen Ruheständler immer als einen vor allem in technischen und Verwaltungsfragen äußerst sachkundigen Kollegen erlebt, er war stets hundertprozentig einsatzbereit und loyal“, führte Dr. Stefan Brüdermann während einer kleinen Feierstunde aus.

veröffentlicht am 03.02.2019 um 15:01 Uhr
aktualisiert am 03.02.2019 um 18:10 Uhr

Stefan Brüdermann (Vierter von rechts) würdigt die Verdienste von Wolfgang Karras (Siebter von rechts). Die Kolleginnen und Kollegen freuen sich mit Karras. Foto: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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BÜCKEBURG. Im Niedersächsischen Landesarchiv ist Wolfgang Karras offiziell in den Ruhestand verabschiedet worden. „Ich habe den zukünftigen Ruheständler immer als einen vor allem in technischen und Verwaltungsfragen äußerst sachkundigen Kollegen erlebt, er war stets hundertprozentig einsatzbereit und loyal“, führte Stefan Brüdermann während einer kleinen Feierstunde aus.

Der Archivleiter stellte das uneingeschränkte Engagement des gebürtigen Hannoveraners heraus. „Die Arbeit an der Sache stand immer im Vordergrund, persönliche Profilierung war ihm fremd. Das Archiv wird ohne ihn nicht mehr das Gleiche sein“, gab Brüdermann im Beisein von Karras‘ Ehefrau Monika Fieseler-Karras und zahlreichen beruflichen Weggefährten zu verstehen.

„Ich habe immer gern gearbeitet, jetzt bin ich sogar ein wenig traurig“, legte der Archivoberamtsrat dar, dessen Schullaufbahn zunächst 1970 mit der mittleren Reife ein Ende fand. Anschließend ging er für rund acht Jahre als Beamter in den Wetterdienst und brachte es dort im sogenannten mittleren Dienst bis zum Regierungsobersekretär. Danach leistete er seinen Grundwehrdienst ab und machte bis zum Mai 1983 das Abitur.

Hinter der Erlangung der Reifeprüfung steckte Brüdermanns Einschätzung gemäß die Absicht, noch einmal etwas ganz anderes zu machen. Denn gleich danach begann Karras im November 1983 mit dem Vorbereitungsdienst für den gehobenen Archivdienst am Staatsarchiv Osnabrück. Die in Osnabrück und Marburg absolvierte Ausbildungszeit war der Auffassung des Archivleiters zufolge in jeder Hinsicht eine entscheidende.

Karras, der im April 1983 (also noch vor dem Abitur) seine Frau Monika geheiratet hatte (aus der Ehe stammen die Söhne Alexander, Andreas und Michael), kam nach dem Abschluss der Ausbildung im November 1986 als Archivinspektor z. A. nach Bückeburg. Unter der damaligen Archivdirektorin Brigitte Poschmann begann er seinen Dienst sofort mit der speziellen Aufgabe der Büroleitung – Haushalt, Personal, Rechnungssachen, dazu von Anfang an die Organisation und Aufsicht der Sicherungsverfilmung in der Zentralen Werkstatt.

Im Mai 1990 erfolgte die Ernennung zum Archivoberinspektor, im August 1994 zum Archivamtmann. Als zusätzliches Arbeitsgebiet kam nun – inzwischen unter dem neuen Archivleiter Hubert Höing – die Organisation der elektronischen Datenverarbeitung hinzu. Seit 1997 war Karras auch zuständig für die Koordination der zentralen Beschaffung von Materialien für die Werkstätten, von 2002 an auch für die der Verpackungsmaterialien aller Staatsarchive des Landes.

Karras vertrat das Land Niedersachsen im Fototechnischen Ausschuss der Konferenz der Leiter der Archivverwaltung der Länder und wirkte in der Arbeitsgruppe zur Einführung der Kosten-Leistungs-Rechnung mit. Im Dezember 2002 wurde er zum Archivamtsrat, im September 2005 zum Archivoberamtsrat ernannt. Mit diesem Titel erreichte er die höchste Rangstufe des gehobenen Dienstes. Damit verbunden war die Übertragung des Dienstpostens als Leiter der an der Ahnser Straße angesiedelten Technischen Werkstätten.




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