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Neue Bestimmungen sorgen bei den Ehemaligen des Gymnasiums i für Schweißausbrüche

Adolfiner-Verein ächzt unter dem Datenschutz

BÜCKEBURG. Auch der Adolfiner-Verein ist nicht verschont geblieben: Wie alle anderen Gruppierungen, Institutionen und Einrichtungen war auch der Verein der Ehemaligen des Gymnasiums Adolfinum Bückeburg im vergangenen Jahr gezwungen, sich den Herausforderungen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zu stellen und die umfangreichen Neubestimmungen bei Online-Auftritt und Mitgliederverwaltung bis zum Stichtag im Mai umzusetzen.

veröffentlicht am 04.12.2018 um 12:12 Uhr
aktualisiert am 04.12.2018 um 19:20 Uhr

Der Erste Vorsitzende des Adolfiner-Vereins Steffen Behlau (rechts) und Kassierer Dr. Michael Kricheldorf. Foto: JP
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Johannes Pietsch Reporter zur Autorenseite
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BÜCKEBURG. Auch der Adolfiner-Verein ist nicht verschont geblieben: Wie alle anderen Gruppierungen, Institutionen und Einrichtungen war auch der Verein der Ehemaligen des Gymnasiums Adolfinum Bückeburg im vergangenen Jahr gezwungen, sich den Herausforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu stellen und die umfangreichen Neubestimmungen bei Online-Auftritt und Mitgliederverwaltung bis zum Stichtag im Mai umzusetzen. „Dafür haben wir ungefähr 90 Prozent unserer Zeit aufwenden müssen“, stöhnte der Vorsitzende Steffen Behlau jetzt auf der turnusgemäßen Jahresversammlung des Vereins. Natürlich hätte er damit auch einen darauf spezialisierten (und entsprechend teuren) Anwalt beauftragen können, so Behlau. Doch dieses Geld habe er in dem eigentlichen Vereinszweck, nämlich die Förderung des Schullebens am Adolfinum, besser aufgehoben gesehen.

Der Mitgliederentwicklung scheinen die Klimmzüge für die DSGVO kaum geschadet zu haben. Mit 540 Mitgliedern liegt der Adolfiner-Verein nahezu exakt auf Vorjahresniveau. Die Bereinigung des Mitgliederbestandes von Karteileichen und der Kontakt via Homepage und Internet werde immer besser, freute sich Behlau. Mittlerweile verfüge rund die Hälfte der Mitglieder über eine eigene E-Mail-Adresse, ein Umstand, der gerade bei der Altersgruppe der langjährigen Ehemaligen des Gymnasiums nicht selbstverständlich sei. Finanziert durch den Verein wurde im vergangenen Jahr unter anderem die Erweiterung des Musik-Online-Shops des Adolfinums sowie der in jedem Jahr an einen Abiturienten vergebene Adolfiner-Preis.

Wie 2018 will der Verein im kommenden Jahr den Adolfiner-Tag veranstalten und organisieren. Das Treffen für alle ehemaligen und aktuellen Schüler des Gymnasiums Adolfinum soll wie immer am Samstag des ersten September-Wochenendes in den Schulräumlichkeiten stattfinden und sich insbesondere – aber ausdrücklich nicht nur – an die Jubiläumsjahrgänge der Jahre 1949 bis 2009 richten. Beim letzten Mal hatten zwar die Goldenen Abiturienten teilgenommen, die Diamantenen aber leider abgesagt. Dem möchte Behlau für das Jahr 2019 durch rechtzeitige Kontaktaufnahme und Terminabsprache entgegenwirken. Bereits jetzt im Kontakt steht der Vereinsvorsitzende mit den Goldenen Abiturienten des Jahres 2021. Dann soll das Treffen besonders groß begangen werden, da zugleich der Adolfiner-Verein 100 Jahre alt wird.

Als großen Erfolg wertete Behlau die 2017 vom Gymnasium Adolfinum durchgeführte und vom Adolfiner-Verein geförderte Projektwoche „Schule als Staat“. Die Schule selbst habe sich von dem Projekt, bei dem die Schüler fünf Tage lang den Kleinstaat „Adolfinien“ simulierten, so begeistert gezeigt, dass es 2020 eine Neuauflage geben soll. Auch dabei will der Verein der Schule mit einer finanziellen Förderung von 4000 Euro unter die Arme greifen, was jetzt bereits durch einen entsprechenden Vorratsbeschluss der Mitgliederversammlung festgezurrt wurde. Ohnehin werde im Jahre 2020 für die Schüler des Bückeburger Gymnasiums ein ganz besonderes Jahr, so Behlau: Denn dann findet aufgrund der Umstellung der gymnasialen Oberstufe in Niedersachsen von acht auf neun Jahre kein Abitur statt.

Noch nicht wiederbesetzt wurde im Vorstand des Adolfiner-Vereins der Posten des Schriftführers. Seit 2017, als Behlau mit der Übernahme des Vorsitzes die Nachfolge von Klaus-Dieter Schnierl antrat, übt er in Personalunion auch dieses Amt aus. Ein Nachfolger soll erst während der Jahresversammlung 2019 bestimmt werden, damit alle Vorstandsmitglieder die gleiche Wahlperiode haben.




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