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Neuer Gedichtband von Anka Knechtel

Anka Knechtel: Hoffnung auf Unendlichkeit

BÜCKEBURG. Die Künstlerin Anka Knechtel, über viele Jahre lang Ratsfrau der SPD im Bückeburger Stadtrat, hat jetzt einen neuen Gedichtband fertiggestellt. „Dennoch“ nennt sie ihre Sammlung von 30 neuen, nachdenklich stimmenden Empfindungen rund um das Menschsein. Zusammen mit ihrem Mann Heiko druckt und bindet sie diese Gedichte zu einem kleinen Büchlein, ergänzt durch einige Acryldrucke ihrer Serie „Genesis“.

veröffentlicht am 12.05.2019 um 14:57 Uhr
aktualisiert am 12.05.2019 um 19:10 Uhr

Anka Knechtel hat mit „Dennoch“ einen weiteren Gedichtband vorgelegt. Foto: gn

Autor:

Gabi Nachstedt
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BÜCKEBURG. Die Künstlerin Anka Knechtel, über viele Jahre lang Ratsfrau der SPD im Bückeburger Stadtrat, hat jetzt einen neuen Gedichtband fertiggestellt.

„Dennoch“ nennt sie ihre Sammlung von 30 neuen, nachdenklich stimmenden Empfindungen rund um das Menschsein. Zusammen mit ihrem Mann Heiko druckt und bindet sie diese Gedichte zu einem kleinen Büchlein, ergänzt durch einige Acryldrucke ihrer Serie „Genesis“.

Für den neuen, sechsten Gedichtband „Dennoch“ hat sich Anka Knechtel viel Zeit gelassen. Er brauchte fast zwölf Jahre, um, wie sie sagt, „zu reifen“. Diese neuen Gedichte basieren auf Erfahrungen und Gedanken, die ein Mensch nach mehr als sechs Jahrzehnten gesammelt hat.

Ein wiederkehrendes Thema ist die Suche nach dem, was am Ende unseres Lebens stehen könnte. Endlichkeit oder die Ewigkeit. Knechtel hofft auf eine „Auflösung zum Nichts“, die sie als „Unendlichkeit“ bezeichnet. Sie spürt eine vage Ahnung von dem, was sein kann, „aber das übersteigt das Erfassen“.

Sie widmet sich mit einigen Gedichten auch dem „schwer zu ertragenden Weltgeschehen“. Angesichts von Gewalt, Kriegen, Katastrophen, Umweltverschmutzung, Hunger und Flucht, appelliert Knechtel an die Vernunft, denn „wir haben nur eine Erde“. Dazu brauche es, Hoffnung, Mut und Liebe.

Ein paar Gedichte befassen sich auch mit der lange gelebten Zweisamkeit eines Paares, das in seinem Leben „helle, aber auch dunkle Tage“ erlebt habe. Hier gelte es, dem Partner mit Achtsamkeit und Achtung zu begegnen. Zu Beginn der Partnerschaft sei der Klang der Liebe „ein heller Ton, der Mark und Bein erschüttere“. Im Laufe einer langen Zweisamkeit entwickele sich daraus ein „voller, dunkler Ton“, der vom Vertrauen erzähle.

Wie schnell alles durch den Tod vorbei sein kann, drückt Anka Knechtel in Gedanken wie diesen aus: „So schnell – Pläne, Liebe, alles dahin“. Vom Abschiednehmen ohne Wiederkehr erzählt das letzte Gedicht „Schwelle“ in ihrem Band. Hier ist vom Erinnern an schöne Stunden mit der Familie und Freunden die Rede, ebenso wie vom erlebten Glück und dem Versuch, das Denken, Reden und Tun mit sich selbst in Einklang zu bringen.

Anka Knechtel hat einen sehr berührenden Gedichtband fertiggestellt, der keine leichte Kost ist, aber sehr viel Anregung bietet. Über ihre E-Mail-Adresse hknechtel @aol.com kann die Sammlung bestellt werden. Am Sonnabend, 8. Juni, ab 19 Uhr liest sie im Rahmen der Ausstellung „Vorwort zur Unendlichkeit“ (Bilder und Skulpturen) im Scheunenviertel in Steinhude einige der neuen Gedichte vor.




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