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Zu Gast in der Reihe „Schaumburger Künstler“

Anna-Lena Schnabel und Florian Weber musizieren im Festsaal

BÜCKEBURG. Anna-Lena Schnabel gastierte im Rahmen der Reihe „Schaumburger Künstler musizieren in Schaumburg“ gemeinsam mit dem Pianisten Florian Weber im Festsaal des Niedersächsischen Landesarchivs.

veröffentlicht am 29.01.2019 um 12:03 Uhr
aktualisiert am 29.01.2019 um 20:00 Uhr

Anna-Lena Schnabel. Foto: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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BÜCKEBURG. Frankreich, Polen, Ungarn, Türkei, Russland, Senegal, China, Australien – und jetzt Bückeburg. „Es ist für mich etwas ganz Besonderes, hier zu sein“, hat Anna-Lena Schnabel während der Begrüßung des Publikums im Festsaal des Niedersächsischen Landesarchivs gesagt. Die 30-Jährige gastierte im Rahmen der Reihe „Schaumburger Künstler musizieren in Schaumburg“ gemeinsam mit dem Pianisten Florian Weber in dem altehrwürdigen Gemäuer.

Im Rahmen der 2016 von Hans-Dieter Rofalski initiierten Reihe treten in Schaumburg geborene oder aufgewachsene Künstler auf, die Erfolge in Deutschland, Europa und darüber hinaus feiern, aber hierzulande nicht oder nur selten zu einem Konzert eingeladen werden.

Mit der Verpflichtung des Duos Schnabel/Weber ist dem Organisator ein Glücksgriff gelungen. Fachleute kommen im Zusammenhang mit dem Spiel der in Obernkirchen geborenen Saxofonistin selten ohne das Attribut „sensationell“ aus. Die von vielen Stipendien, Auszeichnungen und Einladungen zu bedeutenden Festivals begleitete Karriere der jungen Interpretin gilt als außergewöhnlich.

Florian Weber. Foto: bus

Weber wird in der Szene nicht zuletzt wegen seiner Zusammenarbeit mit Pat Metheny, Albert Mangelsdorff und Michael Brecker und seinen Professuren an Hochschulen im In- und Ausland als musikalisches Schwergewicht gehandelt. Bereits sein erstes Album „Minsarah“ erhielt den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Gemeinsam mit der Obernkirchenerin (sowie Thomas Morgan und Dan Weiss an Bass und Schlagzeug) spielte er deren Debütalbum „Books, Bottles & Bamboo“ ein.

Der Titel greift den Umstand auf, dass das Duo bei manchen Stücken zur Erweiterung der Klangspektren Gegenstände auf den Saiten des Flügels platziert. Von dieser Vorliebe erlebte auch das Publikum auf Schloss Bückeburg einige Kostproben.

Zudem führten Schnabel und Weber ihre stilistische Vielfalt durch Instrumentenwechsel vor Augen (und Ohren). Die Saxofonistin griff zwischendurch zur Querflöte oder spielte lediglich auf dem Mundstück ihres Instruments. Der Pianist ließ unter anderem die fast in Vergessenheit geratene Melodica erklingen.

Die ausschließlich aus der Feder der Musizierenden stammenden Stücke riefen im Auditorium ausnahmslos freudige Reaktionen hervor. „Einfach nur großartig“, lautete das Statement einer Zuhörerin, die den Auftritt der charmanten Schaumburgerin und ihres kongenialen Partners passend charakterisierte.

Die „Schaumburger“-Reihe wird im April mit einem Gastspiel des Barock-Trios „Ispirato“ im Festsaal des Stiftes Obernkirchen fortgesetzt.




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