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Fußballclub fordert Ballfangzaun

A-Platz des FC Hevesen: Maulwurf soll vergrämt werden

ACHUM. Zum Pfingstwochenende muss der unter anderem durch Maulwürfe geschädigte A-Platz des Fußball-Clubs Hevesen wieder in einem „einwandfreien Zustand“ sein, betonte dessen Vorsitzender, Friedhelm Winkelhake, bei der Jahresversammlung. Denn am Pfingstsamstag (8. Juni) will der Verein ein Kreispokalfinale auf der Sportanlage ausrichten. Gefordert wird zudem die Errichtung eines Ballfangzaunes.

veröffentlicht am 12.03.2019 um 12:21 Uhr
aktualisiert am 12.03.2019 um 18:50 Uhr

Bei der Jahresversammlung des FC Hevesen informierte Vereinsvorsitzender Friedhelm Winkelhake (2. von links) über die Fußballplatzsituation. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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ACHUM. Der Ärger über den Zustand des vom Fußball-Club (FC) Hevesen genutzten Sportplatzes (wir berichteten) ist erwartungsgemäß auch Thema bei der Jahresversammlung des Vereins gewesen: „Der A-Platz war und ist in dem schlimmsten Zustand seit 60 Jahren“, erklärte Friedhelm Winkelhake, der Vorsitzende.

Als Ursachen nannte er die Hitze und die Trockenheit des Sommers 2018 und die rege Grabtätigkeit von dort lebenden Maulwürfen. Gleichwohl sah er eine gewisse Mitverantwortung des Vereins: „Leider haben auch wir den Ernst der Lage unterschätzt“, räumte der Ehrenamtliche ein. So sei die im vergangenen Sommer durch die freiwillige Feuerwehr erfolgte Berieselung der Rasenfläche letztlich „nur ein Tropfen auf den heißen Stein“ gewesen. Doch eine Berieselungsanlage wie etwa der VfR Evesen habe man eben nicht.

Noch bis zum Pfingstwochenende darf der A-Platz laut Winkelhake nicht bespielt werden, da dieser Rasenplatz bis dahin fachmännisch aufbereitet wird. Dem FC-Vorsitzenden nach hat der Verein bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Schaumburg zudem telefonisch eine Genehmigung für das Vergrämen der Maulwürfe eingeholt; allerdings muss die Stadt Bückeburg als Grundstückseigentümerin einen auf das Fangen von Maulwürfen spezialisierten Fachbetrieb beauftragen.

Dass der A-Platz zum Pfingstwochenende wieder in einem „einwandfreien Zustand“ ist, das ist für den in diesem Jahr 100-jähriges Bestehen feiernden FC Hevesen allein schon deswegen wichtig, weil der Verein nur unter dieser Voraussetzung den Zuschlag für die Ausrichtung des Kreispokalfinales der Alt-Herren erhalten hat. Dies wird am Pfingstsamstag, 8. Juni, ausgetragen.

Bewilligt wurde Winkelhake zufolge außerdem die vom FC Hevesen für den B-Platz beantragte Errichtung einer Flutlichtanlage. Sobald das vom Landessportbund Niedersachsen hierfür schon zugesagte Fördergeld freigegeben sei, könne es mit dem Bau losgehen, informierte er. Und im Herbst, so seine Hoffnung, könnte die neue Flutlichtanlage dann fertig sein.

Auf die jüngst an der Südseite der Sportanlage – also zur Straße „Achumer Wiese“ hin – von der Stadt Bückeburg veranlasste Fällung von Bäumen und Sträuchern, die zuvor als natürlicher Ballfang fungiert hatten, ging Winkelhake ebenfalls ein. Demnach hat der Vorstand der Stadtverwaltung schriftlich mitgeteilt, dass der Verein keine Haftung für Schäden durch abirrende Bälle übernimmt. Wie bereits in dieser Zeitung berichtet, fordert der FC Hevesen wegen der erfolgten Auslichtung des Gehölzstreifens das zeitnahe Aufstellen eines ausreichend hohen Ballfangzaunes.

Die Stadt Bückeburg müsse der dieser obliegenden Verkehrssicherungspflicht nachkommen, bekräftigte Achums Ortsvorsteher Gerhard Schöttelndreier. Diesbezüglich sei ihm von Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach auch schon bestätigt worden, dass die Stadt für die Errichtung des Ballfangzaunes zuständig sei. Anders formuliert: „Diese Geschichte läuft und es wird ein Ballfangzaun kommen.“

Einschränkend merkte Schöttelndreier jedoch an, dass im Falle von Schäden durch abirrende Fußbälle momentan sowohl die Stadt Bückeburg als auch der FC Hevesen haften würden, da beide wüssten, dass dort ein Ballfangzaun hin müsse.




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