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Bückeburger Fahrer fordern Soforthilfen von 1500 Euro pro Kollegen vom Land Niedersachsen

Auch Taxi-Unternehmen systemrelevant

BÜCKEBURG. In einem Brief an Niedersachsens Ministerpräsidenten Stephan Weil fordern Bückeburger, aber auch Schaumburger Taxi-Unternehmen eine Einmalzahlung von 1500 Euro pro Kollegen für ihre Betriebe. „Auch wir Taxifahrer sind systemrelevant und sind zu jeder Uhrzeit und an allen Tagen des Jahres für unsere Kunden da“, heißt es in dem Brief, den der Bückeburger Taxifahrer Frank-M. Dickhut an den Ministerpräsidenten geschickt hat - unterschrieben von zahlreichen weiteren Taxifahrern.

veröffentlicht am 05.05.2020 um 13:54 Uhr
aktualisiert am 05.05.2020 um 16:10 Uhr

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BÜCKEBURG. In einem Brief an Niedersachsens Ministerpräsidenten Stephan Weil fordern Bückeburger, aber auch Schaumburger Taxi-Unternehmen eine Einmalzahlung von 1500 Euro pro Kollegen für ihre Betriebe. „Auch wir Taxifahrer sind systemrelevant und sind zu jeder Uhrzeit und an allen Tagen des Jahres für unsere Kunden da“, heißt es in dem Brief, den der Bückeburger Taxifahrer Frank Dickhut an den Ministerpräsidenten geschickt hat – unterschrieben von zahlreichen weiteren Taxifahrern.

Auch im Taxigewebe seien die Fahrgastzahlen deutlich zurückgegangen. Zum Großteil habe man nur noch nur noch Krankenfahrten und könne in den Taxen den gebotenen Mindestabstand kaum einhalten, selbst wenn Fahrgäste – natürlich – nur noch hinten sitzen dürfen.

Viele unserer verbliebenen Kunden seien ältere Mitbürger, die zu den Risikogruppen gehören, oder Risikopatienten. Für sie seien diese Krankenfahrten lebenswichtig und lebenserhaltend wie zum Beispiel zur Dialyse, Chemotherapie, Bestrahlung oder weiteren regelmäßigen Behandlungen oder Therapien. Auch Laborproben würden gefahren. Taxi-Unternehmen seien daher systemrelevant, stünden ebenfalls in der ersten Reihe, hätten auch die Risiken, sich zu infizieren – trotz aller Maßnahmen wie Handdesinfektion, weitere Hygienemaßnahmen, Schutzmasken und – soweit wie überhaupt möglich – der Desinfektion der Fahrzeuge. Das ziehen natürlich auch erhebliche Kosten nach sich.

Zahlreiche Taxifahrer haben den Brief an den Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil unterschrieben. Foto: pr.

Aufgrund der hohen Belastungen fordert auch das Taxigewerbe eine einmalige Beihilfe pro Kollegen im Taxi-Gewerbe von 1500 Euro. Steuerfrei, um den verbleibenden festangestellten Taxi-Fahrern und weiterem Personal wie den Funkkräften, Aushilfen und deren Familien ein wenig zu helfen und etwas zu entlasten. „Auch unsere Arbeit muss anerkannt und gewürdigt werden in diesen schweren Zeiten. Er schreibe nicht im Namen einer einzelnen Firma, sondern aller Betroffener, stellt der Taxifahrer klar. „Unsere Firmen kämpfen jeweils mit uns um reine Existenz. Wir wollen unsere Firmen und Arbeitsplätze erhalten“, so Dickhut.

Betroffenen seien natürlich auch die ausschließlich kleinen Betriebe des Taxi-Gewerbes gerade in ländlichen Regionen wie Schaumburg, aber auch natürlich in Städten, Großstädten und Deutschland. Taxifahrer seien ein wichtiges Bindeglied im öffentlichen Nahverkehr, die mit dazu beitrügen, das alles weitergehen könne, zumal Bus-Unternehmen und die Bahnen ihren öffentlichen Verkehr ebenfalls radikal hätten beschneiden müssen. Veranstaltungen jeglicher Art seien längerfristig untersagt, was immer einen großen Teil der Kundschaft ausmache, ebenso Sportveranstaltungen oder Stadtfeste, ganz zu schweigen von der Schließung der Gastronomie und überregionale Veranstaltungen, argumentiert der Taxifahrer weiter.

Auch in Bückeburg und Schaumburg gebe es Tendenzen, dass Kurzarbeit beantragt werden müsse oder Taxi-Unternehmen aufgrund der Krisen-Gesetze und mangelnder Kundschaft in Insolvenz gehen müssten. Alle Maßnahmen zur Kostenreduzierung seien in den Firmen auch bereits getroffen worden. Die versprochenen Hilfen für die Firmen an sich seien kompliziert und würden nicht ankommen, so Dickhut in dem Brief: „Wir stehen alle zu unseren jeweiligen Firmen, arbeiten auf das Engste mit unseren Chefs und Inhabern zusammen. Wir wollen, dass unsere Arbeitsplätze erhalten bleiben.“




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